Land am Rand: Kampf für die Mundart

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Mundart ist was Wunderbares – wenigstens die eigene. Die Freiburger  Muettersproch-Gsellschaft hegt und pflegt das Alemannische. Oder, wie sie sagt: Mir setze uns defir ii, dass Alemannisch gschwätzt wird un au, dass ibers Alemannisch gschwätzt wird. Das ist lobenswert, weil kein anderer Singsang so das Herz wärmt wie der einer Alemannisch-Muttersprachlerin (oder notfalls eines Alemannisch-Muttersprachlers). Umso trauriger, dass eine Abordnung der Gesellschaft ganz desillusioniert von einem Treffen mit Oberen des Südwestrundfunks zurückgekommen ist.

Mehr als 12 000 Unterschriften hatten die Alemannisch-Fans gesammelt für die Einführung einer Mundart-Sendung im SWR. In Stuttgart wurden die Listen kürzlich  an Funkhaus­chefin Stefanie Schneider übergeben. Anderen Sendern wie dem NDR sei die Mundart in ihrem Sendegebiet viel wichtiger, sagte Muettersproch-Vorstand Franz Winterhalter. Nach dem Gespräch dann hieß es: Nichts wird’s mit Mundart-Power im Sender. Leider. Es bleibt nur das Umschalten auf Schweizer Radio SRF. Da wird immerhin Südalemannisch geredet, und zwar so, dass man es auch jenseits  des Bodensees gut versteht. Nur ein kleiner Trost, zugegeben, Verkehrsstaus in der Deutschschweiz sind ja nicht so interessant.

Hoffentlich kämpft die Muttersprache-Gesellschaft weiter. Im SWR-Fernsehen gibt’s Arbeit: Da ist gefühlt inzwischen mehr Rheinland-Pfalz im Programm als Baden-Württemberg. Alfred Wiedemann

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