Land am Rand: Helden für den Mikrozensus

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Danke, liebe Mikrozensus-Teilnehmer! Dank allen 50 000 Haushalten im Südwesten, die gerade wieder Auskunft für  die amtliche Haushaltsbefragung geben.  Die Teilnehmer werden nach einem mathematischen Zufallsverfahren ausgewählt. So bleiben Millionen von anderen Haushalten verschont. Herzlichen Dank in deren Namen!

Wer die 214 Fragen durchgeht, weiß die aufopferungsvolle  Tätigkeit der Mikrozensus-Teilnehmer erst zu schätzen. Da ist zum Beispiel anzukreuzen, ob zur bezahlten Tätigkeit das „Arbeit verteilen“ gehört. Man muss aus einer Liste von Albanien bis zur Mongolei ankreuzen, falls man außerhalb Deutschlands arbeitet oder einen zweiten Pass hat. Ein Haufen Arbeit eben. Der Lohnsteuerjahresausgleich ist schneller erledigt. Die Interviewer glauben den Mikrozensus-Teilnehmern allerdings ganz ohne Belege. Und das ist eventuell eine Schwachstelle. Oder antwortet jemand ehrlich auf Frage 212: Wie viele Zigaretten rauch(t)en Sie täglich?“ Während  Ex-Raucher, froh darüber, es überlebt zu haben, ein paar Zigaretten dazu erfinden, runden aktive Raucher ab, das liest sich besser für die eigene Gesundheit. So ähnlich wird es bei einer Menge Antworten laufen.

Wie heißt es so schön zu Sinn und Zweck der Mikro­zensus-Runden: „Die Ergebnisse dienen seit 1957 als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen in Bund und Ländern.“ Für dämliche Entscheidungen in all den Jahrzehnten ist damit die Ursache gefunden: Das Datenmaterial, na klar.

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