Land am Rand: Entweder Eiche oder nur rustikal

Am 24. September ist Wahltag. Damit junge Wähler das nicht vergessen, hat die Landeszentrale für politische Bildung elf Erklärfilme gedreht. Ob’s hilft?

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Es ist ein Kreuz mit der „Jugend von heute“. Da vergessen sie  – geschlaucht von Schule, Uni oder ähnlicher Selbstveredelung – am freien Wahlsonntag ihrer Bürgerpflicht nachzukommen. Da hängen sie vor Facebook und Youtube ab und checken nicht, was für ein Parlament ihnen da eingebrockt wird. Um das zu ändern, spielt die Landeszentrale für politische Bildung ihnen nun elf  Erklärfilme vor: Bewegtbild in Zwei-Drei-Minuten-Happen, um die Aufmerksamkeitsspanne der Jungen nicht  zu strapazieren.

Was will Video Nr. 1 uns sagen? Man sieht einen jungen Schlipsträger im  eichengetäfelten Büro. Wirres Tippen auf einer Schreibmaschine, Rumtapsen auf einem Wählscheiben-Telefon: Dieser Typ scheint von seiner Antik-Büroausstattung überfordert zu sein. Ja und? Jedenfalls sitzt der Schnösel nach den eingeblendeten Lettern „Was brauche ich zum Wählen“ plötzlich lässig hinter dem Schreibtisch und erklärt smart mit durchdringendem Blick, wie das so geht mit Briefwahl, Stimmabgabe und so. Und fertig. Das war’s.

 Ist das Kunst? Wurde da visueller Subtext übersehen? Verwirrt klickt man weiter durch Facebook und stößt auf ein Foto, das ein Plakat der Künstlerin Barbara zeigt. „SEX“ steht da. Riesig. Schwarz auf weiß. Und klein darunter: „Da ich nun deine Aufmerksamkeit habe: Am 24. September ist Bundestagswahl. Bitte geh wählen, denn das ist wie Zähneputzen. Macht man’s nicht, wird’s braun.“

Tata! Schnörkellos! Schön! Was braucht’s mehr zur Wahlmobilisierung?

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