Land am Rand: Ein Bier, sie zu knechten?

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Das „Preußens“ wurde unlängst auf der Burg Hohenzollern vorgestellt. Mitgliedern des „Bundes aufrechter Monarchisten“ fällt da glatt das Goldene Blatt aus der Hand.  Foto: 

Falls die Monarchie bei uns ein Comeback feierte, säße mit einiger Sicherheit auf dem Thron: Georg Friedrich Prinz von Preußen, Chef des Hauses Hohenzollern. „Land am Rand“ steht zwar voll und ganz zur Demokratie. Mit einem möglichen König (oder Kaiser!) verscherzt man es sich dennoch ungern.

Daher, ihr Leute, lasst Euch sagen: Ihro Durchlaucht geruhen gnädigst, ein hopfig Bier zu kredenzen seinen Unterthanen. Es da heißet schlicht „Preußens“ und sei fortan für jedermann zu kaufen im Getränkehandel; ob als Kasten oder „Sixpack“, stellen Ihro Majestät dabei gnädigst anheim.

Soweit der royale Werbe­block. Auf der Burg Hohenzollern bei Hechingen wurde das Pilsener kürzlich vorgestellt. Verschwörungstheoretiker horchen auf angesichts der Allianz, die hinter der „Königlich Preußischen Biermanufaktur“ steht: Neben dem Kais..., pardon, Prinz, sind das ein Schweizer Finanzexperte und ein CDU-Bundestagsabgeordneter aus Niedersachsen. Unterstützung aus der internationalen Finanzwelt und aus dem bürgerlichen Parlament sind also sicher; die Zeiten turbulent, das Volk unruhig... Da könnte so manchem Mitglied des „Bunds aufrechter Monarchisten“ vor Erregung das Goldene Blatt aus der Hand fallen. Ist das Hohenzollern-Bier etwa ein trojanisches Fass, „Opium fürs Volk“ mit Reinheitsgebot? Soll am preußischen Brauwesen das Vaterland genesen? Gemach: Was klar gegen eine Restaura­tion durch die Leber spricht, ist eine einfache Tatsache: Der Deutsche trinkt ja immer ­weniger Bier.

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