Echsenpenisse als Glücksbringer

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Hatha Yoga ist bekannt.  Zumindest bei Menschen, die etwas für ihre Gesundheit tun und sich in Gruppen oder einzeln zum Teil abenteuerlichen Körperverrenkungen und intensiven Atemübungen hingeben. Aber wer hat schon mal was von Hatha Jodis gehört? Auch die sollen, wie Yoga, Glück bringen, heilsam sein und die Energie stärken. Im Gegensatz zum Yoga, bei dem jeder seines eigenen Glückes Schmid ist, handelt es sich bei Hatha Jodis aber um Fremdkörper. Um Teile von Echsen. Spezielle Teile. Es sind die getrockneten Geschlechtsorgane von männlichen Waranen, einer streng geschützten Echsenart. Jodis werden in esoterischen Online-Shops angeboten. Sie sollen die Energie beim Meditieren verstärken, negative Energien entladen und eine positive Schwingung in die Wohnung bringen, so wird versprochen.

Einer Online-Händlerin im Regierungsbezirk Freiburg brachten die von ihr angebotenen Jodis eine ganz intensive Schwingung. Sie hatte sie als kraftvolle und authentische Pflanzenwurzeln angeboten. Die wollten sich Mitarbeiter des Regierungspräsidiums nach einem Hinweis des Bundesamtes für Naturschutz genauer anschauen. Sie stellten die „Wurzeln“ sicher, und die Untersuchung ergab, dass es Echsenpenisse sind. Diese Erkenntnis hat der Händlerin kein Glück gebracht, und die Schwingung geht in die Richtung, dass sie wegen eines Verstoßes gegen das Artenschutzabkommen eine Geld- oder Haftstrafe aufgebrummt bekommt. Da bleibt man doch lieber beim Yoga.

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