Land am Rand: Dönerverbot für die Stuttgarter Stadtgänse

|

Vorbei mit der Fettleber  unter den Stuttgarter Stadtgänsen: Nach Tauben, Enten und Schwänen fallen  jetzt auch sie unter das Fütterungsverbot in der Landeshauptstadt. Eine neue Verordnung legt das fest. Das alte Verbot, schon 20 Jahre alt, hatte Gänse noch geschont. Wahrscheinlich hatten Ganter, Gans und Gössel damals das Stadtleben noch nicht für sich entdeckt. Heute tummeln sich 250 Graugänse im Stuttgarter Grün. Ihnen gefällt es ganz gut, abgesehen von der Belästigung durch Füchse, Hunde und Radfahrer. Die Wildgänse pendeln zwischen Brutstellen am Max-Eyth-See und Futterfassen im Schlossgarten.  Jetzt drohen 35 Euro Strafe, wenn man beim Füttern erwischt wird. Mal sehen, ob der Bann wirkt. Echte Tierfreude, sagt das Rathaus, werfen ihr altes Brot nicht in den Park. Die Vögel würden so nur überfüttert und krank. Die Extra-Rationen führten zu starker Vermehrung, was das ökologische Gleichgewicht störe. Kot auf Wegen und Wiesen ist ebenfalls eine Folge. Das alte Brot muss ja wieder raus.

Wenn es nur Brot wäre: Sogar halbaufgegessene Döner werden verfüttert, beobachtet das Ordnungsamt. Da hat so ein Wasservogel schnell eine Fettleber weg. Schöne Tierfreunde sind das: Quälen die Wildgänse wie die Franzosen ihre Stopfleber-Gänse. Gut gemästet, das sollten Gänsefütterer auch bedenken, fliegt sich nicht gut. Und am 1. September ist die Schonzeit für Graugänse vorbei. Jäger haben dann leichtes Spiel mit lahmen Schlossgarten-Gänsen, sollten die Tiere einen Ausflug aus dem Park in die Wildnis wagen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

K.o.-Tropfen: "Finger in den Mund, und spucken Sie es aus"

Immer wieder werden Menschen mit K.o.-Tropfen außer Gefecht gesetzt, anschließend vergewaltigt oder ausgeraubt. Dagegen hilft nur Vorsicht, sagt Achim Andratzek. weiter lesen