KSC bleibt im Tabellenkeller: Slomka sucht Führungsspieler

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Karlsruhes Trainer Mirko Slomka nimmt zu Beginn des Spiels auf der Bank Platz. Foto: Thomas Eisenhuth

Der Sturz ans Tabellenende blieb dem Karlsruher SC immerhin erspart. Weil das neue Schlusslicht Arminia Bielefeld am Sonntag ebenfalls mit 0:1 in Nürnberg verlor, ist der KSC nun Vorletzter der 2. Fußball-Bundesliga. Freude dürfte das Trainer Mirko Slomka aber nicht bereitet haben. „Toller Tag. Super. Hat Spaß gemacht“, hatte sich der Coach bereits am Tag nach der 0:1-Pleite bei Erzgebirge Aue in bitteren Sarkasmus geflüchtet.

Denn sein Team war im Erzgebirge wieder in altbekannte Muster zurückgefallen. „Aber deswegen steht die Mannschaft ja da, wo sie jetzt steht. Sie ist eben nicht konstant“, sagte Slomka. Dem Ruf nach schnellem Handeln und radikaler Veränderung hält er entgegen: „Wenn es die Permanent-Lösung gäbe, dann wäre es sehr einfach. Ich würde sie sofort anwenden“, sagt er. Doch einfache Lösungen hatten schon die Analysen der vorausgegangenen Niederlagen in den letzten Wochen nicht angeboten.

Als gravierend empfand Slomka in Aue den kurzfristigen Ausfall von Dennis Kempe, der schon auf der fünfstündigen Hinfahrt im Bus von Schüttelfrost geplagt worden war. „Es hat mir wirklich weh getan, dass ich nicht mit der gleichen Mannschaft auflaufen konnte. Denn ich war total überzeugt von der Mannschaft gegen Hannover. Ich hatte volles Vertrauen, ich hätte sie wieder und wieder spielen lassen“, sagte der 49-Jährige.

Doch beide Teams sahen es offensichtlich als oberste Priorität an, das Risiko eines Rückstands um jeden Preis zu vermeiden. „Wir hatten sie nicht so defensiv erwartet“, räumte Slomka ein, der dann in der Halbzeit reagierte. Seine Mannschaft war danach zwar das dominante Team, für eine wirklich zwingende Torchance oder einen Treffer hatte es dennoch nicht gereicht. 

So bleibt dem ehemaligen Champions-League-Trainer Slomka nur das, was er schon seit Wochen predigt: „Trainieren, trainieren, trainieren“. Und der Versuch, innerhalb seines Teams Führungsspieler zu erschaffen, die bereit sind, diese dringend benötigte Rolle auch anzunehmen. 

Denn Mut und Selbstvertrauen werden beim badischen Traditionsclub wohl die gefragtesten Tugenden der nächsten Wochen sein. „Ich würde mir wünschen, dass jemand wie Jonas Meffert oder Grischa Prömel mal durchstartet in die Box. Einfach mal den Ball fordert und dann aus dem Lauf heraus ein Tor macht. Ich muss es ihnen im Training immer wieder und wieder aufzeigen. Lauf durch, Du kriegst Deine Chance!“.

Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga

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