Kretschmann: JU-Plakat bedient Ressentiments

Als "einigermaßen degoutant" und "daneben" hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gestern ein Plakat der Jungen Union bezeichnet. Der Slogan "Kretschmann wählen bedeutet Özdemir bekommen" sei nicht nur "frei erfunden".

|

Als "einigermaßen degoutant" und "daneben" hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag ein Plakat der Jungen Union bezeichnet. Der Slogan "Kretschmann wählen bedeutet Özdemir bekommen" sei nicht nur "frei erfunden". Im Fall des Falles werde er fünf Jahre lang Ministerpräsident sein. Irgendwelche Pläne, dass der Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir ihm bald folgen solle, gebe es nicht. Wenn die JU suggeriere, "dann kommt der Türke", spiele sie ganz offensichtlich mit Ressentiments. Kretschmann nannte das "ziemlich unverantwortlich" angesichts der teilweise herrschenden Stimmung. Die JU gehe wohl nach der Methode vor, im Wahlkampf sei alles erlaubt. "Das finde ich nicht." Mit dem Plakat sei "die Grenze klar überschritten." Offenkundig hat die CDU-Jugendorganisation vor dem Hintergrund schlechter Umfragewerte den Segen der Mutterpartei. CDU-Wahlkampf-Manager Thorsten Frei sagte, im CDU-Landesvorstand sei darüber gesprochen worden, "dass wir verstärkt auf die Kluft zwischen der Person Kretschmann und der Partei der Grünen hinweisen wollen." Eine politische Jugendorganisation könne "frecher, unkonventioneller und auch zugespitzter" formulieren. JU-Chef Nikolas Löbel wies Vorwürfe zurück: "Der Name Özdemir gehört heute zu Deutschland wie Müller, Maier, Schulze, und das ist auch gut so."

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Das Donauufer soll schöner und sicherer werden

Das Donauufer soll schöner und sicherer, der Fluss erlebbarer  werden. Die Stadträte drücken aufs Tempo und setzen sich gegen die Verwaltung durch. weiter lesen