Kretschmann: Eiszeithöhlen-Welterbe Verpflichtung für Land

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Die Höhle „Hohle Fels“ bei Schelklingen gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Foto: S. Puchner/Archiv  Foto: 

Die Aufnahme von sechs Eiszeitkunst-Höhlen auf der Schwäbischen Alb in die Unesco-Welterbeliste legt Baden-Württemberg nach den Worten von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) große Verantwortung auf. Damit gehe die Verpflichtung einher, die Höhlen und dort gefundene Kunstwerke „zu schützen, zu pflegen und die Vermittlung dieser frühen Geschichte der Menschheitsgeschichte zu stärken“, sagte Kretschmann am Mittwochabend bei einem Festakt in Ulm.

Anlass war die Übergabe der Unesco-Urkunde zur Anerkennung der Höhlen als Weltkulturerbe durch die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer (CDU), an Kretschmann und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). „Es ist nicht zu viel gesagt, wenn man die Schwäbische Alb als Wiege der Menschheit, als Wiege von Kunst und Kultur bezeichnet“, sagte der Ministerpräsident.

Die Unesco erklärte die Höhlen am 9. Juli zum Welterbe. Sie sind die 42. Welterbestätte Deutschlands. Forscher hatten in den Höhlen seit Mitte des 19. Jahrhunderts teils mehr als 40 000 Jahre alte Kunstwerke entdeckt, die als die ältesten der Menschheit gelten: aus Mammut-Stoßzähnen gefertigte Miniaturen von Tieren sowie den „Löwenmenschen“ - ein mythisches Mischwesen - und die als älteste Frauenfigur geltende „Venus vom Hohle Fels“. Seit der Verleihung des Welterbe-Titels verzeichnen Museen, in denen die Fundstücke zu sehen sind - darunter in Ulm, Tübingen und Blaubeuren - einen starken Besucherzuwachs.

UNESCO über Höhlender ältesten Eiszeitkunst

Fundstellen im Ach-, Blau- und Lohnetal

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