Kretschmann warnt Autoindustrie

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Ministerpräsident Winfried Kretschmann neben einem Dieselmotor. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv  Foto: 

Im Streit um Schadstoffe bei Diesel-Fahrzeugen nimmt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) die Autoindustrie in die Pflicht. Er begrüße die Initiative des Autobauers Daimler, drei Millionen Dieselfahrzeuge auf Kosten des Unternehmens nachzurüsten. Zugleich warnte der Regierungschef am Mittwoch im Sommerinterview von „SWR Aktuell Baden-Württemberg“: „Mit Kosmetik ist es jetzt vorbei.“

Unkorrektheiten bei einzelnen Unternehmen hätten die Autoindustrie ins Gerede gebracht. Kretschmann forderte eine reale Senkung von Schadstoffen. Man stehe vor einem gewaltigen Umgestaltungsprozess: „Das Auto wird praktisch neu erfunden.“ Die Herausforderungen könnten nur bewältigt werden, wenn alle mit „offenen Karten spielen“.

Kretschmann äußerte sich auch zum Haushalt und zu den Wünschen der Ministerien, mehr Geld zu bekommen. Ab dem Jahr 2020 müsse das Land wegen der Schuldenbremse einen ausgeglichenen Etat vorlegen. Deshalb könnten nicht alle Wünsche erfüllt werden. Dennoch müsse in die Innere Sicherheit und die Bildung investiert werden: „Wenn wir mehr Sicherheit wollen, wenn wir wollen, dass unsere Kinder nicht abhängen, dann müssen wir jetzt da mit Personal nachrüsten.“

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