Kretschmann kritisiert Trump: US-Präsident deute Fakten um

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W. Kretschmann (Grüne), Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Foto: Christoph Schmidt/Archiv

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat den Politikstil des amerikanischen Präsidenten Donald Trump kritisiert. „In der Tat erleben wir eine Verrohung und Verkürzung des politischen Diskurses“, sagte Kretschmann dem „Südkurier“ (Samstag). Der US-Präsident habe das Twittern als Regierungsinformation eingeführt. Das seien schon sehr bedenkliche Entwicklungen, aber denen könne und müsse man entgegenwirken.

Auch die Sprache müsse den Respekt vor dem anderen ausdrücken und wahren. Das gelinge Trump nicht. Im Gegenteil: Er scheue nicht einmal davor zurück, Fakten umzudeuten. Dies widerspreche dem konservativen Profil, das seine Partei eigentlich pflege. „Dieses Beispiel zeigt: Zwischen konservativ und rechtspopulistisch gibt es einen Riesenunterschied“, sagte Kretschmann. Vor extrem Konservativen habe er, auch wenn er deren Meinung nicht immer teile, Respekt. „Vor Rechtspopulisten nicht.“

Aber wie erkennt er den Unterschied zwischen Konservativen und Rechtspopulisten? „Ein erkennbarer Unterschied ist Humor, denn Humor kann harte Worte weicher machen. Bei den Rechtspopulisten, auch bei Trump, Erdogan, Marine le Pen oder Frauke Petry kann man durch die Bank feststellen: völlige Humorlosigkeit!“ Nur wer selbstironisch sein oder etwas in Frage stellen könne, wisse, dass man eben nicht die Wahrheit gepachtet habe.

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