Kretschmann fordert Ressourcenschonung

Der Umgang mit Ressourcen wie Öl und Metallen ist häufig nicht nachhaltig. Die Kreislaufwirtschaft soll Ökologie und Ökonomie besser verzahnen.

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Ob hoher Spritverbrauch oder Elektroschrott mit niedrigen Recyclingquoten: Der Umgang mit Ressourcen wie Öl oder Metallen ist häufig nicht nachhaltig. Um das zu ändern, mahnte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Mittwoch auf einer Konferenz in Stuttgart Fortschritte in der sogenannten Ressourceneffizienz an. Man müsse "den ungebremsten Raubbau an den natürlichen Schätzen der Erde stoppen", sagte er.

Kretschmann betonte, dass ein schonender Ressourceneinsatz wirtschaftlich sinnvoll sei. "Die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen kann auch als Chance genutzt werden, denn Ökonomie und Ökologie schließen sich nicht gegenseitig aus." Er bezog sich auf Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, die teilweise bereits in Gesetze überführt wurden. Die Kreislaufwirtschaft sieht vor, dass etwa Metalle leicht wiederverwendet und in den Wirtschaftskreislauf zurückfließen können. Das soll die Umwelt entlasten und den noch immer weit verbreiteten Grundzügen der Wegwerfgesellschaft den Garaus machen.

In diesem Zusammenhang stellte Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) zudem Grundzüge einer neuen Landesstrategie zur Ressourceneffizienz vor. Die darin enthaltenen Leitlinien sollen unter anderem dabei helfen, die Abfallverwertung im Land zu verbessern.

Der Chef vom Naturschutzbund Baden-Württemberg (Nabu), Andre Baumann, stellte dem Land beim Thema Kreislaufwirtschaft ein insgesamt gutes Zeugnis aus. Erfreulich sei beispielsweise, dass mittlerweile immer mehr Abbruchmaterial von Häusern im Recyclingbeton genutzt werde, sagte Baumann. "Diese direkte Wiederverwertung hilft dem Klimaschutz, weil dadurch Transportwege und damit CO2-Ausstoß eingespart wird."

Nachholbedarf sieht Baumann beim Thema Biomüll - Grün-Rot könne zwar Fortschritte vorweisen, da mehr Abfälle aus Obst, Gemüse und generell Pflanzen in die Energieerzeugung fließen. "Da ist aber noch viel zu tun, noch immer landen die Bioreste in viel zu vielen Gemeinden ohne Trennung in der Restmülltonne." Diesen Schuh müsse sich aber weniger die Landesregierung anziehen als vielmehr die Kommunen. "Die Richtung der Kreislaufwirtschaft-Politik der Landesregierung stimmt, auch wenn man noch viel Strecke vor sich hat", sagte Baumann.

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