Klinikum startet wegen Hebammenmangels eigene Ausbildung

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Ein Schild weist den Weg zum Kreißsaal. Foto: Angelika Warmuth/Archiv

Wegen des bundesweiten Hebammenmangels startet das Klinikum im schwäbischen Memmingen eine eigene Ausbildung. Das Krankenhaus werde von April an die dreijährige Hebammenausbildung anbieten, teilte das Klinikum mit. Das Projekt finde in Kooperation mit der Akademie des Universitätsklinikums in Ulm statt. „Das heißt, dass die Auszubildenden ihre praktischen Einsätze am Klinikum Memmingen absolvieren, der theoretische Unterricht wiederum findet in Ulm statt“, sagte Klinikums-Personalchefin Ingeborg Wagner.

Das Memminger Krankenhaus hatte vor wenigen Monaten Alarm geschlagen, weil es wie andere Häuser in Deutschland zu wenige Hebammen hat. Der Bedarf an Geburtshelferinnen ist hingegen gestiegen. Denn im Jahr 2016 war die Zahl der Geburten in Memmingen um mehr als 20 Prozent auf fast 2000 gestiegen. Immer wieder werden Kreißsäle wegen Hebammenmangels ganz oder vorübergehend geschlossen.

Hintergrund ist auch ein Streit um die Haftpflichtversicherung für Hebammen. Die Prämien haben sich nach Angaben des Deutschen Hebammenverbands seit 2002 mehr als verzehnfacht. Werdende Mütter haben daher immer mehr Probleme, eine Hebamme zu finden.

Hebammenverband zu bedrohten Geburtsstationen

Mitteilung Frauenklinik Memmingen

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