Kleine Uni in Exzellenzinitiative ganz groß

Die Universität Konstanz ist nicht mal halb so groß wie die etablierten Hochschulen im Land. Trotzdem kann sie in der Exzellenzinitiative mithalten.

|

Mit ihren knapp 12 000 Studierenden ist die Universität Konstanz eine der kleineren Hochschulen im Land. Doch sie lässt sich dadurch nicht beirren. Obwohl sie nicht mal halb so groß ist wie die Unis in Freiburg (25 160 Studierende), Tübingen (28 300) und Heidelberg (31 000) ist sie Elite-Uni und braucht sich mit ihrer Spitzenforschung nicht zu verstecken. Das zeigt sich auch daran, dass sie seit der ersten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder im Jahr 2006 in allen drei Förderlinien erfolgreich ist. Die Exzellenzinitiative hat zum Ziel, Spitzenforschung zu fördern und Wissenschaftsstandorte nachhaltig zu stärken. So sollen die deutschen Hochschulen mit den europäischen Spitzen-Unis mithalten können. Dafür erhalten sie über mehrere Jahre Fördergelder.

Bereits in der ersten Runde 2006 war die Uni Konstanz mit ihrem Exzellenz-Cluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ erfolgreich. Sie stärkte ihre Position 2007 mit dem Zukunftskonzept „Modell Konstanz – für eine Kultur der Kreativität“ sowie der Graduiertenschule „Chemische Biologie“. In der zweiten Runde 2012 baute sie ihren Erfolg mit der zusätzlichen Graduiertenschule „Entscheidungswissenschaften“ und damit ihre Position in der Spitzenforschung aus.

Künftig sollen für die Exzellenzinitiative in der Förderlinie „Exzellenzuniversität“ strengere Zugangsregeln gelten. Die Bundesregierung will die Förderung der Spitzenforschung zunächst auf elf Hochschulen konzentrieren. In sieben Jahren können vier weitere hinzukommen. Neu ist, dass für die Bewerbung als Exzellenzuniversität künftig zwei Cluster eingereicht werden müssen. Bislang reichte einer. Damit könnten sich kleinere Hochschulen schwer tun. Rektor Rüdiger ärgert die neue Regelung. „Die Rahmenbedingungen benachteiligen kleinere  Unis.“ Dabei sage die Größe der Hochschulen nichts über deren Qualität aus.

Aber die Uni Konstanz zeigt sich selbstbewusst.  „Wir wissen, dass wir gefordert sind. Dem stellen wir uns und arbeiten an Ideen“, sagt Rüdiger. Ihm ist bewusst, dass das Volltreffer sein müssen, um für die Förderung in Betracht zu kommen. Er und seine Profs lassen sich davon nicht beirren. Sie werden im April 2017 die Anträge einreichen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Die Entsorgungsbetriebe Ulm wollen sechs weitere Häckselplätze schließen

Die Entsorgungsbetriebe Ulm (EBU) wollen sechs weitere Häckselplätze schließen. Der Betriebsausschuss sieht bisher nur bei der „St.-Barbara-Straße“ am Kuhberg eine Notwendigkeit. weiter lesen