Klein-Russland in Lahr

Von den 44.500 Einwohnern der Stadt Lahr sind knapp ein Viertel Russlanddeutsche. Sie gestalten das Leben mit. Viele blicken mit Sorge auf die Flüchtlinge, was sich auch im Wahlverhalten widerspiegelt.

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  • Der Kanadaring in Lahr müsste richtig Russlandring heißen. Mitte der 1990er Jahre haben Spätaussiedler die Wohnungen der kanadischen Soldaten bezogen. Bis heute liegt dort der Anteil der Russlanddeutschen bei 75 Prozent. 1/2
    Der Kanadaring in Lahr müsste richtig Russlandring heißen. Mitte der 1990er Jahre haben Spätaussiedler die Wohnungen der kanadischen Soldaten bezogen. Bis heute liegt dort der Anteil der Russlanddeutschen bei 75 Prozent. Foto: 
  • Zurück in der alten Heimat.  2/2
    Zurück in der alten Heimat.  Foto: 
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Die Integration der Spätaussiedler in Lahr gilt als Erfolgsgeschichte. Die bekam allerdings einen Knick, als Ende Januar in Lahr wie auch in anderen Städten hunderte Spätaussiedler auf die Straßen gingen und gegen die Flüchtlingspolitik demonstrierten. Obwohl sie selbst als Migranten kamen, stehen viele den Flüchtlingen kritisch gegenüber. Das zeigte sich am Sonntag auch bei der Landtagswahl. In Bezirken mit hohem Spätaussiedler-Anteil kommt die AfD auf bis zu 38 Prozent. "Sie sind nicht rechtsradikal oder rassistisch", sagt Oberbürgermeister Wolfgang Müller. Der Grund sei, dass sie, die zuletzt gekommen sind, auf die, die jetzt kommen, skeptisch schauten, weil sie Sorge haben, ob es für sie weiter gut läuft. Auch seien die meisten Russlanddeutschen konservativ mit "sehr klaren Ordnungsvorstellungen". Dazu passe die Verunsicherung nicht, die der Flüchtlingsstrom ausgelöst habe.

Lahr ist eine Hochburg der Spätaussiedler. Das zeigt sich selbst im Supermarkt. Eine Handelskette bietet in einem Regal russische und osteuropäische Lebensmittel an, die der Kunde sonst nur selten zu sehen bekommt. Da gibt es Gläser mit eingelegten russischen Gurken und Tomaten, es gibt vieles für die russische Küche, dazu Kaviar - und Süßigkeiten in russisch und auch in kyrillisch beschrifteten Verpackungen. Kunden, die die Lahrer Verhältnisse nicht kennen, wundern sich.

Für die Lahrer ist es normal. Sie leben seit über 20 Jahren mit 10.000 Russlanddeutschen in der Stadt. "Das klappt gut hier bei uns", sagt der Oberbürgermeister. Er ist seit 1997 im Amt. Da waren die meisten Spätaussiedler schon in der Stadt.

1994 zogen 10.000 kanadische Soldaten, die in Lahr stationiert waren, ab. Innerhalb kürzester Zeit standen tausende von Wohnungen leer. Gerade zu der Zeit öffneten sich in Sibirien, Kasachstan und Kirgisien für die deutschstämmigen Russen die Grenzen gen Westen. Zigtausende verließen das Land, das ihre Vorfahren vor gut 250 Jahren auf Einladung von Zarin Katharina der Großen bevölkert hatten. Die Kasernen in der alten Heimat waren willkommene Unterkünfte. Das ist die Erklärung, warum Lahr unter den Südwest-Städten den höchsten Anteil an Spätaussiedlern hat.

Den Integrationsstatus der Russlanddeutschen in Lahr bezeichnet OB Müller als "ausgesöhnte Verschiedenheit". "Wir müssen nie eins werden, es darf immer Unterschiede geben", sagt er. Die meisten sprechen außer dem Deutsch mit dem typischen Akzent und dem rollenden "R" immer noch russisch. Sie kochen russische Gerichte, tragen bei Festen ihre Trachten, singen ihre Lieder und schauen russisches Fernsehen.

"Warum nicht?", fragt Müller. Das Mitsingen beim Badnerlied oder Schwarzwälder Kirschtorte auf dem Tisch seien keine Zeichen von Integration. Entscheidend sei, dass sie Deutsch sprechen, Arbeit und Kontakt zu den Lahrern haben.

"Wir sind Lahrer", sagen Walter Held und Olesja Rudi. Sie leiten die Ortsgruppe Lahr der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Der Verein kümmert sich um die Eingliederung der Russlanddeutschen und betreut sie. Auch die Pflege der Tradition, der Kultur und der Geschichte ist wichtig. "Wir wollen auch helfen, das Image der Russlanddeutschen zu verbessern und zeigen, dass wir eine Bereicherung für die Stadt sind", sagt Olesja Rudi. Gefördert wird das nach wie vor auch von der Stadt, auch noch nach 20 Jahren. Jährlich investiert sie eine Million Euro für ein Begegnungszentrum, für sozialpädagogische Schülerhilfe, für zweisprachige Sozialberatungen und Jugendsozialarbeit. Eingesetzt werden gerne Russlanddeutsche, wie Hilda Beck. Sie reiste 1993 aus Kasachstan aus und landete in Lahr. Heute ist sie bei der Stadt angestellt, bietet zweisprachige Sozialberatungen nicht nur für Russlanddeutsche an. Aktuell berät sie vor allem Flüchtlinge aus Osteuropa.

Für die Jugend setzt sich Alexander Marker (56) ein. Er ist 1998 mit 21 Familienmitgliedern aus Sibirien nach Friesenheim gekommen, einem Nachbarort von Lahr. Bereits ein Jahr später war er als Streetworker in Lahrs sozialen Brennpunkten unterwegs. Die gibt es bis heute, auch wenn sich die Russlanddeutschen in der Stadt verteilt haben. Noch immer gibt es Siedlungen wie den Kanadaring, in denen sie "zusammenglucken". Im Kanadaring liegt der Aussiedler-Anteil bei 75, in der Schornsiedlung im Ortsteil Kippenheimweiler bei 100 Prozent. Und doch: "Ich bin in hohem Maße zufrieden mit der Integration", sagt Müller. Als Erfolg wertet er auch, dass in drei Stadtteilen vier russlanddeutsche Ortschaftsräte sitzen.

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17.03.2016 11:32 Uhr

Der Krieg

führte zu immensen Flüchtlingsbewegungen, hauptsächlich in Richtung Pakistan und Iran. Zielländer der Exilanten waren aber auch die USA und Deutschland, wohin sich auch Tausende von Angehörigen der geistigen Elite Afghanistans begaben. Die Bundesregierung plädierte in dieser Zeit mehrfach für den Abzug "fremder Truppen" aus Afghanistan und trat für das Selbstbestimmungsrecht des afghanischen Volkes in Freiheit ein. Und sie leistete humanitäre Hilfe zur Linderung der ärgsten Not im Land.

http://www.planet-wissen.de/kultur/naher_und_mittlerer_osten/afghanistan/pwierueckblickdiedeutschafghanischenbeziehungen100.html

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Am 22. Dezember 2001 stimmte der Deutsche Bundestag erstmals der Entsendung deutscher Streitkräfte zur Umsetzung der Resolution 1386 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen mit großer Mehrheit zu. Am 31.12.2014 endete das ISAF-Mandat.

Unmittelbar im Anschluss an ISAF begann die Nachfolge Mission Resolute Support Mission (RSM), in deren Rahmen Deutschland mit Hilfe von 20 Partnernationen die Verantwortung für Standort Masar-e Scharif im Norden übernommen hat. Der Bundestag stimmte am 18.12.2014 dem Einsatz bewaffneter Streitkräfte im Rahmen von RSM zu. RSM arbeitet mit einer Truppenstärke von etwa 12.000 Soldatinnen und Soldaten, davon bis zu 850 Deutsche. Aufgaben der Mission sind Training, Beratung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitsinstitutionen.

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/Afghanistan/Bilateral_node.html

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17.03.2016 11:24 Uhr

In der Weimarer Republik

waren der afghanische Präsident Amanullah und der ägyptische König Faruk die einzigen Staatsoberhäupter, die das weitgehend isolierte Berlin besuchten und somit ein Zeichen setzten. Die Wirtschaftskontakte wurden enger und so verwundert es nicht, dass Ende der 1930er Jahre bereits 70 Prozent der afghanischen Industrieausrüstung aus Deutschland kamen und deutsche Firmen, wie zum Beispiel Siemens, die Infrastruktur in Afghanistan mit aufbauten. Auch war es die deutsche Lufthansa, die 1937 erstmals eine westliche Flugverbindung zwischen Berlin und Kabul errichtete.
Entwicklungshilfe
Während des Zweiten Weltkrieges hielten die beiden Länder Kontakt. Afghanistan, das in diesem Konflikt streng neutral blieb, weigerte sich sogar, die 180 Deutschen, die im Land lebten, an die Alliierten auszuliefern. Dies widersprach - ähnlich wie im Fall Osama Bin Laden - den Prinzipien afghanischer Gastfreundschaft. Und so einigte man sich zwar darauf, dass die Deutschen ausgewiesen wurden, sicherte ihnen aber freies Geleit.
Teile der afghanischen Elite standen im Übrigen der nationalsozialistischen Rassenlehre nicht ablehnend gegenüber, sahen sie sich doch als die authentischen Nachkommen des arischen Volkes, dessen Reich Ariana auf afghanischem Territorium begründet worden sei. So verwundert es nicht, dass die engen Kontakte gleich mit Beendigung des Krieges wieder aufgenommen wurden. Vor allem der bildungspolitische Aspekt wurde ausgedehnt und es entstanden wichtige Universitätspartnerschaften und ein Goethe-Institut.
Auch in der Entwicklungspolitik arbeitete man eng zusammen, und so war Afghanistan nach Indien und Ägypten Ende der 1970er Jahre der drittgrößte Empfänger deutscher Entwicklungshilfe-Gelder. Das Paktia-Projekt, in dem deutsche Experten eine ganze Provinz aufbauten und modernisierten, ist bis heute eines der größten deutschen Entwicklungshilfe-Projekte.

Auch die ehemalige DDR nahm in Afghanistan viele Aufgaben wahr und führte die bundesdeutsche Politik fort. So entstand an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Beispiel das Fach Afghanologie und viele Afghanen kamen zum Studium nach Berlin, Dresden oder Leipzig. Erst der Sturz Mohammad Najibullahs 1992 beendete diese intensiven Beziehungen. Auf bundesdeutscher Seite zog man sich mit dem Einmarsch der Sowjets in Afghanistan zurück. Die letzten Berater und Fachkräfte verließen 1980 Afghanistan, die Lehrkräfte folgten 1984.

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17.03.2016 11:17 Uhr

Das klare Bild einer Parallelgesellschaft

Afghanische-Restaurants in allen Städten
http://www.123poi.com/de/uebersicht/alle/Afghanische-Restaurants/

UN auf dem Planet Wissen !, isch de Thomas A. Mueller – in seller „deutschen“ Parallelgesellschaft offensichtelich net dohoim !!!

Den Guckesthu !:

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Auch wenn Deutsche im Afghanistan-Konflikt immer öfter zur Zielscheibe von Aufständischen und Taliban werden, genießen sie ein außergewöhnlich hohes Ansehen. Hamburg zum Beispiel ist die westliche Stadt, in der sich die größte Gemeinde von Exil-Afghanen gebildet hat. In den Deutschen wurde immer große Zuverlässigkeit gesehen. Auch Hamid Karzai, der sich mit den Amerikanern fast überworfen hat, ist ein großer Freund der Deutschen – sie sind für ihn diejenigen, die immer Wort gehalten haben.

Der erste Kontakt

Deutsche sind in Afghanistan beliebt - teilweise aus Gründen, die nicht immer nachvollziehbar sind. So glauben die Afghanen zum Beispiel daran, dass Deutsche und Afghanen vom selben arischen Urstamm kommen - doch dafür gibt es keinerlei Belege. Viel wichtiger jedoch dürften die bereits mehr als 90-jährigen partnerschaftlichen Beziehungen Grund für die entgegengebrachte Freundschaft sein.

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahm Deutschland im Kontakt mit der Außenwelt für Afghanistan eine besondere Stellung ein. Deutschland hatte schon damals ein geopolitisches Interesse an Afghanistan. Das hatten viele andere Länder auch, doch Deutschland erhob keinerlei koloniale Ansprüche, sondern war an einem gleichberechtigten Bündnis mit Afghanistan interessiert. Diese Haltung fand natürlich Beachtung. Der erste diplomatische Kontakt wurde 1915 hergestellt, als die Expedition von Oskar von Niedermayer und Werner von Hentig in Kabul eintraf, um Emir Habibullah davon zu überzeugen, Britisch-Indien und Russland den Krieg zu erklären. Doch der Herrscher lehnte ab.

Wirtschafts- und bildungspolitische Kontakte

Dennoch: Dieser erste, gleichberechtigte Kontakt legte den Grundstein für die folgenden deutsch-afghanischen Missionen. 1921 reiste eine afghanische Abordnung nach Deutschland, um Verträge mit zahlreichen Firmen zu schließen und bereits 1923 wurde die deutsch-afghanische Handelsgesellschaft gegründet.

Ein reger Austausch zwischen beiden Ländern begann - auch auf dem bildungspolitischen Sektor. So wurde zum Beispiel in Afghanistan die deutsche Nejat-Schule gegründet, die auch spätere Staatspräsidenten wie Mohammad Yusof, Samad Hamed und Barak Karmal besuchten. Deutsche Lehrer unterrichteten dort bis 1984. Zudem kamen Afghanen zum Studium nach Deutschland.

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17.03.2016 08:09 Uhr

Das klare Bild einer Parallelgesellschaft des Thomas A. Mueller

Guckesthu ! Zombie !!:
»Es zeigt sich für mich aus Anschauung hier vor Ort und den Darstellung aus dem Artikel (eigenes Angebot im Supermarkt, russisches Fernsehen, Stadtteile mit 75% - 100% Aussiedleranteil…) das klare Bild einer Parallelgesellschaft.

Wie soll die Integration von Gruppen (Afghanen, Somalis…) erfolgen, die 0% Bezug zu Deutschland haben?«

UN hasches gsehe das klare Bild einer Parallelgesellschaft !!!????
Pasta UN Pizza in deutschen Landen ! produziert un hergestellt von Italienern !
UN wasele isch mit italienischem Eis !???
Warum isch denn sell nach den deutschen Landen jekommen UN net dös US-amerikanische Eis !!???

Ach so do giebet es einen Bezug ! so oin italienischer Mussolini ! war bekanntelich so oin Diktator Kumpel vom österreichischen Adolf jener gewissen Leitkultur des Widersinns !!!
» Wie soll die Integration von Gruppen (Afghanen, Somalis…) erfolgen, die 0% Bezug zu Deutschland haben?«

»Afghanen mit 0% Bezug zu Deutschland«
Offensichtelich eine Parallelgesellschaft ! - Thomas A. Mueller – mit NULL % intellektuellem Bezug zu Deutschland :

Truppe wird aufgestockt: Bundestag stoppt Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan
http://www.spiegel.de/politik/ausland/bundestag-stoppt-abzug-deutscher-soldaten-aus-afghanistan-a-1068314.html

Deutschland wir bekanntelich am Hindukusch verteidigt !! UN der Hindukusch verteidigt die Demokratie in sellen deutschen Landen !!!

UN giebet es nette afghanische Restaurants –zum Beispiel in Großstädten mit UNIversitäten !?? – UN sell Essen isch bekanntelich durchaus schmackhaft ! – allerdings haben sie auch bekanntelich nette jene deutschen NORMAL-Portionen !!!

Womit wir allerdings den kulturellen Unterschied feststellen können !, die deutschen NORMALbürger hauen offensichtelich mehr Masse nei !!!

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16.03.2016 22:56 Uhr

Gelungene Integration (2)

1. Anfang der 80iger Jahre bekamen wir Nachbarn die aus Russland kamen. Diese waren insbesondere durch ihren deutsche Namen und Umgangsformen nicht anders als diejenigen die nach der Wende aus Ostdeutschland kamen. Insbesondere deren Söhne verstärkten den lokalen Fußballverein maßgeblich.
2. Vor 10 Jahren hatte ich eine Putzfrau die ein seltsames schwäbisch sprach. Es stellte sich heraus, dass diese aus einem Dorf aus Kasachstan kam. Dorthin wurden Deutschstämmige nach dem zweiten Weltkriegen von den Russen deportiert. Es gab dort nun zwei Dörfer in denen sich ein urschwäbischer Dialekt hielt. Als ich erfuhr, dass die Frau Lehrerin war, vermittelte ich ihr einen besseren Job bei meinem Arbeitgeber.
3. Ich wohne derzeit temporär in einem Gebiet in dem Anfang der 90iger Jahre Aussiedler aus den ehemaligen GUS Staaten angesiedelt wurden. Vor Weihnachten klingelte bei mir eine Nachbarin (die mich ein halbes Jahr lang ignoriert hatte) und bat mich um Hilfe in einer Mietangelegenheit. Im Gespräch erzählte mir die Frau (mit gnadenlos schwäbischen Namen), dass sie vor 19 Jahren aus Kasachstan hierher kam und seither immer in derselben Wohnung lebte. Irritiert hat sie mich als sie von den Russen sprach. Damit meinte sie diejenigen, die zur selben Zeit wie sie, in die Nachbarschaft zugezogen sind. Sie sagte (sinngemäß): die sprechen nach 20 Jahren immer noch russisch, erziehen ihre Kinder so und halten sich ausschließlich unter ihresgleichen auf, was die mit Deutschland in Verbindung weiß sie nicht. In der Tat war zu beobachten, dass von dieser Gruppe aus eine zugezogene türkische Partei regelrecht dazu genötigt wurde wieder wegzuziehen.
4. In dem Artikel wird berichtet, dass es in Lahr Stadtteile gibt in denen nach zu 100% Aussiedler wohnen. Es wird so dargestellt dass es einer zweisprachigen Sozialberatung bedarf. Gleichzeitig wird davon gesprochen: „Entscheidend sei, dass sie Deutsch sprechen“. Wenn dies nach 20 Jahren bei angeblich Deutschstämmigen immer noch der Fall ist kann man wohl behaupten: Integration gänzlich misslungen. Ich dachte immer Spätaussiedler bringen schon Sprachkenntnisse mit. Da muss wohl unter Russlanddeutschen und deutschstämmigen Russen unterschieden werden? Ich kann mittlerweile verstehen, wenn ein Vertreter der Grünen mit eigenem russischen Migrationshintergrund in Ulm darauf hingewiesen hat, dass bei eben dieser Gruppe seinerzeit keine Bemühungen gemacht wurden Integrations/sprachkurse anzubieten, so wie dies jetzt geschieht. Es zeigt sich für mich aus Anschauung hier vor Ort und den Darstellung aus dem Artikel (eigenes Angebot im Supermarkt, russisches Fernsehen, Stadtteile mit 75% - 100% Aussiedleranteil…) das klare Bild einer Parallelgesellschaft.
5. Es ist für mich daher auch nicht verwunderlich, dass im Schwarzwald eine Partei zur Wahl angetreten ist, die sich für eine nähere Anbindung mit Putin Russland einsetzt.
6. Wie soll die Integration von Gruppen (Afghanen, Somalis…) erfolgen, die 0% Bezug zu Deutschland haben?

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16.03.2016 08:52 Uhr

Gelungene Integration

Hmm... Ist ja eine richtig tolle Blaupause für die Zukunft!
Man ersetze Russland im obigen Artikel durch Afghanistan, Syrien, Afrika usw. und man sieht wie es hier in einigen Jahren perfekt laufen wird ;-)

Übrigens: Wer Satire findet, darf sie A) behalten und B) nicht mit der Nazikeule draufschlagen denn sie ist (noch) nicht strafbar!

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