Kirchheimer Kita betreut Kinder rund um die Uhr

Betreuung zu jeder Tages- und Nachtzeit, für Alleinerziehende ist das eine Herausforderung. Die Kita "Topkids" ist daher nun 24 Stunden lang geöffnet.

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Die Kinderbettchen stehen schon bereit - fürs Erste aber nur für den Mittagsschlaf der Kleinkinder. Von kommenden Januar an aber bietet die Kita "Topkids" in Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen) auch Übernacht-Betreuung an - als erste Einrichtung im Südwesten. Der Grund: Immer mehr Eltern müssen ungewöhnliche Arbeitszeiten etwa wegen Schichtdiensten und die Betreuung ihrer Kinder unter einen Hut bringen. Auch für Arbeitgeber ist das Kita-Angebot deshalb interessant: Sie können so besser Fachkräfte an sich binden und auch flexibler einsetzen.

Seit gestern nun bietet die Kita bereits ungewöhnlich lange Öffnungszeiten an, also eine Betreuung von unter Dreijährigen bis 19.30 Uhr. Von 1. Januar 2014 an ist dann eine Betreuung sogar bis 20.30 Uhr für Kinder über drei Jahren geplant. Zusätzlich sollen dann acht Betten-Plätze für Übernachtungen bereitstehen.

Die Leiterin der Tagesstätte Marion Autenrieth betont allerdings, dass die Kita zwar rund um die Uhr besucht werden kann, aber kein einzelnes Kind so lange bleiben darf: "Wir sind keine 24-Stunden-Kita." Trotz des künftigen Übernachtungsangebot also können Eltern ihre Kinder nicht für komplette 24 Stunden bei der Tagesstätte abgegeben.

"Die Betreuungssituation in der Nacht unterscheidet sich sehr von der Tagesbetreuung", erklärt Autenrieth weiter. Sie und ihre Kollegen werden bei der Ausarbeitung des Kita-Konzepts von Verhaltensforschern und Entwicklungspsychologen beraten. Denn die Einrichtung soll kein bloßer Schlafplatz für die Kleinkinder sein. "Angedacht ist ein Übergang zwischen Spielen und Schlafen bei der Nachtbetreuung", erklärt Autenrieth.

Der Trägerverein der Kita, die Stiftung Tragwerk, betreibt Wohngruppen für Kinder und Jugendliche mit mehr als 70 Plätzen. "Der Impuls für das neue Kita-Konzept waren die Personalengpässe für den stationären Bereich unserer Stiftung", sagt deren Vorstandschef Manfred Sigel. Es sei schwierig, Pflegekräfte für den Nachtdienst zu bekommen. Viele seien selber Eltern und wüssten nicht, wer in der Nacht den Nachwuchs betreuen soll. Bedarf für nächtliche Betreuung sieht er auch bei Verkäuferinnen oder in der Gastronomie.

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