Kirchenparlament will Gemeinden weiterentwickeln

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Die Evangelische Landeskirche in Württemberg will ihre Gemeindepfarrstellen bis 2024 weiter an die kontinuierlich leicht sinkenden Mitgliederzahlen und künftig sinkende Einnahmen anpassen. Ihre Zahl werde auf dann noch 1207 sinken. Es sollen 184,75 Gemeindepfarrstellen wegfallen, sagte Oberkirchenrat Wolfgang Traub vor der in Stuttgart tagenden Landessynode.

Die Kirchenbezirke sind von den Kürzungen unterschiedlich stark betroffen. So wird der Bezirk Biberach nur 5,3 Prozent seiner Pfarrstellen verlieren, Bad Cannstatt dagegen 24,4 Prozent. Der Bezirk mit den wenigsten Pfarrstellen – bisher Künzelsau – wird künftig Gaildorf sein mit noch 13,75 Stellen. Größter Bezirk bleibt trotz des Verlustes von 5,5 Pfarrstellen Tübingen mit 44.

Die eigentliche Herausforderung werde der Pfarrplan 2030, sagte Traub. Bereits gegen Ende der Laufzeit des Plans 2024 seien zunehmend unbesetzte Pfarrstellen zu erwarten, weil weniger Pfarrernachwuchs zur Verfügung steht. Für den theologisch konservativen Gesprächskreis Lebendige Gemeinde nannte Philippus Maier den Pfarrplan 2024 „schmerzlich“.

Matthias Hanßmann als Vorsitzender des Strukturausschusses der Landessynode sagte, die Landeskirche fördere Maßnahmen, um die entstehenden Strukturveränderungen innovativ zu gestalten. Er nannte dafür ein Finanzvolumen von etwa 100 Millionen Euro.  

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Kommentare

20.03.2017 21:09 Uhr

Schlechte Selbstdarstellung

1. Da kann man nur Staunen! Im großen 500 Jahre Reformationsjubiläum so eine Nachricht rauszubringen ist schon erstaunlich. (Vielleicht sollte der Wahlkampfmanager von Herrn Schulz mal bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen?).
2. Hat man nicht verkündet, dass die Kirchensteuereinnahmen so hoch sind wie noch nie?
3. Hat die Streichung der Pfarrstellen evt. auch andere Gründe? (Rückstellungen für Altersbezüge?)
4. Das vor diesem Hintergrund keiner mehr Pfarrer werden will ist wohl verständlich. Schaut man sich das dazu praktisch an, sind einige Pfarrer doch mehr auf der Straße als in der Gemeinde? -> Auf der Ulmer Alb ist eine neue Pfarrerin für 3 Orte mit 4 Kirchen zuständig!
5. Von der in der Artikelüberschrift erwähnten Weiterentwicklung kann ich im Artikel selber nichts ersehen!?

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