Karlsruher Opfer- und Traumaambulanz sorgt sich ums Geld

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Die Karlsruher Opfer- und Traumaambulanz muss sich um ihre finanzielle Zukunft sorgen. Der Vorsitzende des Vereins, Klaus Böhm, sprach am Mittwoch von 50 Prozent weniger Einnahmen aus zugewiesenen Bußgeldern im vergangenen Jahr. „Auf Dauer funktioniert das so nicht.“ Dabei erspare eine schnelle Versorgung von traumatisierten Opfern von Straftaten der Gesellschaft viel Geld. Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) und der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Gustav Wirtz, stimmten zu.

Von Traumafolgen beeinträchtige Menschen seien oft kaum in der Lage, einen normalen Alltag zu führen, sagte Mentrup. Im Bereich sexueller Gewalt seien Täter zuvor oft selbst Opfer gewesen und würden im Strafvollzug wieder zu Opfern sexueller Gewalt.

Der Ruf nach Traumaambulanzen im Land sei richtig, sagte Wolf-Dietrich Hammann vom Sozialministerium beim ersten Opferschutztag des Vereins Behandlungsinitiative Opferschutz (Bios) am Mittwoch in Karlsruhe. „Bios leistet ganz wertvolle Arbeit.“

In die Opfer- und Traumaambulanz Karlsruhe kamen nach Wirtz Angaben im vergangenen Jahr 65 Frauen und 26 Männer. Ein Drittel der Hilfesuchenden war nicht älter als 35 Jahre. Hauptgründe waren Gewalt und sexuelle Delikte.

BIOS

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