Kampf um eine bessere Ausbildung

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Wachleute sollen künftig besser ausgebildet werden.  Foto: 

"Seit Jahrzehnten bemühen wir uns, für das Problem eine Lösung zu finden", sagt Silke Wollmann. Sie ist Sprecherin des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft in Berlin. Ihr Verband fordert strengere Vorgaben und ein differenzierteres Vorgehen in der Ausbildung von Wachleuten. Die Hürden für die Gründung eines Sicherheitsunternehmens sind nach Ansicht des Verbandes viel zu niedrig.

Bislang reicht es, bei einer Industrie- und Handelskammer (IHK) eine 80-stündige Ausbildung zu machen oder eine Sachkundeprüfung abzulegen. Und schon hat man die Berechtigung, ein Sicherheitsunternehmen zu gründen und anzumelden. Das Ordnungsamt, das die Genemigung erteilt, prüfe die Firma zwar nochmal, aber eher, ob die rechtlichen und gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Um Mitarbeiter einer solchen Firma zu werden, reicht es aus, bei einer IHK einen 40-Stunden-Kurs zu absolvieren. Darin würden vor allem die rechtlichen Grundlagen des Wachdienstes vermittelt. Dieses Wissen reiche gerade mal aus, um eine Baustelle zu bewachen, sagt Silke Wollmann. Aber nicht, um die Sicherheit in einer Flüchtlingsunterkunft zu gewährleisten.

Oft würden aber gerade solche Mitarbeiter angestellt, weil ihnen pro Stunde "nur" 9,74 Euro bezahlt werden müssen. Wachleute, die eine dreijährige Ausbildung - die gibt es auch - absolviert und fundiertes Wissen haben, kosten 14,72 Euro in der Stunde. Der Verband versucht nach Auskunft von Silke Wollmann, die Politik dazu zu bewegen, die Ausbildungskriterien zu verschärfen. Bislang ohne Erfolg.

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