Jesidinnen erarbeiten Design-Ausstellung mit Studenten

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Studentinnen der Hochschule Konstanz. Foto: Felix Kästle/Archiv

Designobjekte jesidischer Frauen zeigt die Fachhochschule Konstanz seit Mittwoch in einer Ausstellung. Die Exponate seien in Workshops mit Designstudenten entstanden, teilten die Organisatoren mit. Darunter sei beispielsweise eine Interpretation der Türme von Lalisch. Diese stünden im Nordirak unweit der türkischen Grenze und seien das kulturelle und religiöse Zentrum der Jesiden. Wenn Besucher in Konstanz die Ornamente auf dem Holz der Installation berührten, erklängen Stimmen der Frauen, die sich an Lalisch erinnerten.

An den Wänden der Ausstellung fänden sich auch Zitate von Jesidinnen, die von ihrer Flucht, von der Gefangenschaft durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aber auch von ihren Festen und Bräuchen erzählten, hieß es bei der Fachhochschule weiter. Die Schau unter dem Motto „Kinder des Lichts - 1000 Stimmen für Jesiden“ soll bis zum 16. April im Konstanter Bildungsturm gezeigt werden.

Der jesidische Glauben ist die Ursprungsreligion der Kurden. Er ist vor allem im Nordirak, aber auch im Iran, in der Türkei und in Syrien verbreitet. 2014 flohen Zehntausende, als der IS große Gebiete im Nordirak überrannte. Baden-Württemberg hatte in der Vergangenheit rund 1100 traumatisierte IS-Opfer aufgenommen. Es handelt sich mehrheitlich um jesidische Frauen und Kinder.

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