Initiative "Freifunk" sorgt für Internet in Flüchtlingsheimen

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Freies Internet ist nach Ansicht des evangelischen Pfarrers Ernst Herrmann für Flüchtlinge ein wichtiger Beitrag zu einer gelungenen Integration. Deshalb hat sich der Theologe in Schlaitdorf (Kreis Esslingen) darum gekümmert, dass dort ankommende Asylbewerber freien Zugang zu einem WLAN bekommen, berichtet die Evangelische Landeskirche in Württemberg in einer Mitteilung vom Montag. Unterstützt wird der Pfarrer dabei von der Stuttgarter Initiative „Freifunk“. Sie setzt sich ein für freie Kommunikation in digitalen Datennetzen und fordert die Abschaffung der Störerhaftung, wie sie sich gerade abzeichnet.

Offenes drahtloses Internet ist in Deutschland wegen dieser bisherigen Regelung problematisch. Sie macht den Betreiber des Funknetzes dafür verantwortlich, wenn über die Internetverbindung illegal urheberrechtlich geschützte Daten heruntergeladen werden. Die Initiative „Freifunk“ hat den Angaben zufolge einen technischen Weg gefunden, die Störerhaftung zu umgehen.

Das Evangelische Medienhaus bietet am Donnerstag, 9. Juni, in Stuttgart eine Informationsveranstaltung über das Einrichten eines offenen Internets ohne Störerhaftung an. An diesem Tag wird es einen einführenden Vortrag und Erfahrungsberichte von Ehrenamtlichen geben. In Workshops erfahren die Teilnehmer, wie sie selbst einen „Freifunk“-Knoten einrichten.

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