Industrievertreter: USA werden weiter auf Freihandel setzen

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Peter Kulitz. Foto: Marijan Murat/Archiv

Vor dem ersten Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei US-Präsident Donald Trump hofft Baden-Württembergs Wirtschaft auf eine Entspannung der Lage. „Wir sind guter Dinge, dass die USA auch künftig auf Prinzipien des freien Handels setzen werden“, sagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulm, Peter Kulitz, am Montag in München. Dort hatte er an einem Gespräch von Wirtschaftsvertretern mit Bundeskanzlerin Merkel teilgenommen. Die Politikerin trifft sich am Dienstag in Washington erstmals mit Trump, der im US-Wahlkampf mit protektionistischen Tönen für Unruhe auch in Deutschlands Wirtschaft gesorgt hatte.

Industrievertreter Kulitz hält es aber für unwahrscheinlich, dass Trump seinen Ankündigungen hierzu Taten folgen lässt. „In seiner Administration sitzen sehr professionelle Leute, die wenig von hohen Zollschranken halten und die mäßigend auf den Präsidenten einwirken werden“, sagte Kulitz. „Freihandel wird Realität bleiben.“

Merkel habe sich bei dem Treffen ebenfalls sehr zuversichtlich gezeigt, sagte Kulitz. Die Bundeskanzlerin habe auch darauf verwiesen, dass deutsche Firmen massiv in eigene US-Fabriken investiert hätten und dementsprechend als Arbeitgeber in Amerika wichtig seien. US-Firmen wiederum hätten nur ein Zehntel dieser Investitionen in Deutschland gestemmt. „Daran sieht man, wie wichtig die deutsche Industrie auch für die USA ist“, so Kulitz.

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