In Wertheimer Sporthalle wurde Feuer gelegt

Das Feuer in einer Sporthalle in Wertheim (Main-Tauber-Kreis), in der Flüchtlinge einquartiert werden sollten, ist durch Brandstiftung entstanden. Polizei und Staatsanwaltschaft teilten mit, bei der Untersuchung des Schutts seien Spuren eines Brandbeschleunigers gefunden worden.

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In Wertheimer Sporthalle wurde Feuer gelegt  Foto: 

Die 18 Polizisten der Ermittlungsgruppe suchen Zeugen des Anschlags in der Nacht zum 20. September. Zwischen Mitternacht und 1 Uhr seien im Stadtteil Reinhardshof Fußgänger und Autofahrer unterwegs gewesen, die möglicherweise verdächtige Personen gesehen hätten. Auch besteht die Hoffnung, dass Kraftfahrer, die ihren Lastwagen in der Nähe zum Übernachten abgestellt haben, etwas bemerkt haben könnten.

Zunächst galt die Halle als einsturzgefährdet. Ein Sachverständiger stellte jedoch fest, dass sie nicht abgebrochen werden muss, sondern saniert werden kann.

In der Halle waren bereits mehr als 300 Feldbetten für Flüchtlinge aufgestellt worden. Mit der Belegung hätte am Tag des Brandes begonnen werden sollen. Das Gebäude war nicht besonders bewacht. Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) kündigte eine Bestrafung der Täter „mit aller Härte“ an. Eine Brandstiftung dieser Art werde mit Haft bis zu zehn Jahren geahndet, fremdenfeindliche oder rassistische Motive wirkten sich strafverschärfend aus. 

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