Polizei sucht Teilnehmer des illegalen Rennens auf A81

Nach einem illegalen Rennen auf der Autobahn 81 bei Singen (Kreis Konstanz) sucht die Polizei mögliche weitere Teilnehmer.

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Raser liefern sich immer wieder illegale Autorennen auf der A81 (Symbolbild)  Foto: 

Nach einem illegalen Rennen auf der Autobahn 81 bei Singen (Kreis Konstanz) sucht die Polizei mögliche weitere Teilnehmer. Bislang seien vier in der Schweiz zugelassene Fahrzeuge festgestellt worden, sagte ein Sprecher am Montag. Die Fahrer hätten eine Kaution hinterlassen müssen, gegen sie werde ermittelt. Das Rennen hatte bei Geisingen (Kreis Tuttlingen) begonnen, die Fahrer seien in der Nacht zum Sonntag in Richtung Süden auf der Autobahn unterwegs gewesen.

Wieviele Autofahrer mitgemacht hatten, ist nach Angaben der Beamten noch nicht klar. Zeugen hätten von bis zu 20 Autos berichtet, sagte der Sprecher weiter. Es sei aber schwierig, die Fahrer eindeutig dem Rennen zuzuordnen. Meist seien die Raser mit zwei oder vier Autos unterwegs. „Eine Gruppe von mehr als 10 Fahrzeugen ist ungewöhnlich.“

Auf den Autobahnen in der Grenzregion zur Schweiz kommt es immer wieder zu illegalen Rennen. Allein 2015 hatte die Polizei rund 40 Anzeigen wegen Beteiligung an solchen Aktionen erstattet. Die Dunkelziffer könnte aus Sicht der Beamten aber deutlich höher sein.

Man könne die illegalen Rennen kaum verhindern, sagte der Sprecher weiter. Es gebe beispielsweise auf der A81 Streckenbereiche ohne Geschwindigkeitsbegrenzung - Tempokontrollen machten da wenig Sinn. Zwar sei die Polizei verstärkt präsent - allerdings müsse man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, um solche Rennen festzustellen.

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Kommentare

21.08.2017 23:50 Uhr

Ergänzung zu „So ist das halt”

Nur so zum Vergleich:
Aus dem Schweizer Bussgeldkatalog:
Innerorts:
-Über 25 km/h: Bußgeld, mindestens 3 Monate Fahrverbot, Eintrag ins Strafregister
-Ab 50 km/h: Straftat "Rasen" liegt vor - Mindestfreiheitsstrafe von 1 Jahr, Führerscheinentzug zwischen 2 Jahren und lebenslang.

...So ist das „Rasen“ nun gesetzlich als Straftat verankert. Als „Raser“ gilt, wer eine folgende Geschwindigkeit in der Schweiz überschreitet:
- Innerhalb von Ortschaften: Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 50 km/h
- Außerhalb von Ortschaften: Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 60 km/h
-Auf Autobahnen: Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 80 km/h

Da Rasen als Straftat gilt, kann laut Schweizer Verkehrsrecht das Auto als „Tatwaffe“ beschlagnahmt werden! Somit droht nicht nur eine Freiheitsstrafe, hohe Bußgelder, sowie ein Fahrverbot, sondern auch der Verlust des eigenen Autos.

Tja, da macht Rasen in Deutschland offensichtlich viel, viel mehr Spaß!
Gebt Gas, Ihr wollt Spaß!

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21.08.2017 21:22 Uhr

So ist das halt

Ja, wenn sich diese Schweizer Verkehrsrowdys und Verbrecher so in ihrem schönen Alpenländchen verhalten würden, würden ihre Karren auf Nimmerwiedersehen vom Staat eingezogen und die Leute so viel blechen, dass es ihnen wirklich wehtut, oder gleich in den Knast wandern.
Über die paar 100 Euro bei uns lachen sie sich bloß scheckig.
Aber so ist das halt.

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