Illegale Einreise an Grenze zur Schweiz weiter gestiegen

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Hinweisschild an der deutsch-schweizerischen Grenze. Foto: Patrick Seeger/Archiv

Von Januar bis Oktober hat die Bundespolizei rund 3810 Flüchtlinge an der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz aufgegriffen. Im Vorjahreszeitraum seien es 2570 Menschen gewesen, sagte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Konstanz. Aktuellere Zahlen lägen bislang nicht vor. Die Flüchtlinge seien illegal mit verschiedenen Verkehrsmitteln - etwa dem Zug oder mit Reisebussen - oder zu Fuß eingereist. Die meisten kämen aus Eritrea, dem Kosovo, Äthiopien, Gambia und Somalia.

Am Dienstag hatte die Bundespolizei mitgeteilt, dass innerhalb von 20 Stunden 20 illegale Einreisen aus der Schweiz festgestellt worden seien. Die Flüchtlinge seien mit der Tram oder mit Zügen über die Grenze gereist. Eine Person sei bei frostigen Temperaturen mit einem Güterzug aus Italien gefahren - der Mann hatte sich zwischen Fahrzeugen eines Autotransporters versteckt. Alle Eingereisten seien Männer, der jüngste von ihnen 15 Jahre alt, der älteste 32. Am Wochenende seien bereits 34 Personen über Weil am Rhein illegal eingereist und von der Bundespolizei aufgegriffen worden.

Ob die illegalen Einreisen über die weiteren Wintermonate weniger würden, lasse sich nicht absehen, sagte der Sprecher. „Die Entwicklung der unerlaubten Einreisen unterliegt zahlreichen Einflussfaktoren. So können zum Beispiel jahreszeitliche Einflüsse und politische Entwicklungen eine Rolle spielen. Von daher können wir keine Prognose abgeben, wie sich die Zahlen weiterhin entwickeln werden.“

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