Hunderttausende leiden nachts unter Lärm

Mehr als eine halbe Million Menschen im Land sind nachts von übermäßigem Lärm betroffen: gut 280.000 von Straßenlärm, rund 250.000 von Bahnlärm, wie Verkehrsstaatssekretärin Gisela Splett (Grüne) am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

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Als betroffen gelten in ihrem Sinne Menschen, die nachts einem gemittelten Wert von 55 Dezibel ausgesetzt sind. 28 Millionen Euro habe das Land in den vergangenen beiden Jahren ausgegeben, um die Lärmbelastung zu reduzieren. Im Einzelnen waren das 16,5 Millionen Euro für Flüsterasphalt, 7,5 Millionen Euro für Lärmschutzwände und -wälle, 2 Millionen Euro für Schallschutzfenster. Ein wichtiger Fortschritt sei die Absenkung des so genannten Lärmsanierungswertes, also des Dezibel-Wertes, bei dem etwa bei Straßensanierungen in Ortsdurchfahrten lärmarme Beläge verwendet werden müssen.

"Es bleibt aber noch viel zu tun", lautete die Bilanz der Lärmschutzbeauftragten.

Große Sorgen machten überlaute Motorräder, die vergleichsweise häufig Inhalt von Beschwerden seien. Entlang der beliebten Motorradstrecken im Südschwarzwald hätten sich schon Bürgerinitiativen gegründet. In Todtmoos (Kreis Waldshut) werde deshalb ein Motorrad-Lärm-Display erprobt, um Motorradfahrer ähnlich wie beim Tempo-Display visuell zum leiseren Fahren zu bewegen.

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