Hitze im Südwesten: Meteorologen erwarten die heißesten Tage des Jahres

Die Hitze hat den Südwesten fest im Griff: Meteorologen rechnen in dieser Woche mit den heißesten Tagen des bisherigen Jahres. Dadurch steigt das Risiko von Waldbränden. In Gefahr ist auch die menschliche Gesundheit.

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Nach einem deutlichen Anstieg der Temperaturen im Südwesten warnen Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor körperlichen Aktivitäten im Freien. Sommerliche Hitze belaste den Organismus, sagte ein Sprecher des in Freiburg ansässigen Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollten vorsichtig sein. Die Experten raten, bei Hitze viel Wasser zu trinken und sich nur im Schatten oder in Gebäuden aufzuhalten. Auf Sport oder andere körperliche Betätigung im Freien sollte zumindest tagsüber verzichtet werden.

Wetterexperten des DWD rechnen in dieser Woche im Südwesten mit den heißesten Tagen des bisherigen Jahres. Am Oberrhein wurden demnach am Montag bis zu 33 Grad erwartet. Am 15. Juni lag Emmendingen mit dem bisherigen Höchstwert ein Grad darunter. Am Dienstag steigt das Thermometer laut DWD sogar auf bis zu 35 Grad. Es kann zudem tropische Nächte geben. Das bedeutet: Die Temperaturen sinken dann auch nachts nicht unter 20 Grad.

Die Hitze könne unter anderem zu Herz-Kreislauf-Beschwerden, Migräne, Krampfanfällen sowie Rheuma-Erkrankungen führen, warnte das Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung. Die Einrichtung untersucht die Auswirkungen des Wetters auf den menschlichen Körper. Der sei damit beschäftigt, sich mit den hohen Temperaturen zu arrangieren. Zusätzliche Belastungen seien daher gefährlich.

Wichtig sei auch die passende Ernährung. Schwer verdauliche Speisen sollten gemieden werden. Zudem brauche der Körper viel Flüssigkeit. Alkohol sei bei Hitze tabu. Erhöhte Vorsicht ist demnach auch im Straßenverkehr gefragt: Weil die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit bei Hitze eingeschränkt sei, steige die Unfallgefahr.

Baden-Württembergers Forstminister Peter Hauk (CDU) warnte indes vor einer steigenden Gefahr von Waldbränden. „Die sommerlichen Temperaturen und der fehlende Regen lassen die Gefahr von Waldbränden derzeit landesweit nach oben schnellen“, sagte er am Montag in Stuttgart. „Eine weggeworfene Zigarettenkippe oder ein unbeaufsichtigtes Grillfeuer können verheerende Folgen haben.“

Der Minister rief Waldbesucher auf, vorsichtig zu sein und sich an Regeln zu halten. So herrsche im Sommer im Wald ein generelles Rauchverbot, das auch an Grillstellen oder an Waldparkplätzen gelte. Auch sei das Grillen nur an offiziellen und fest eingerichteten Feuerstellen an Grillplätzen erlaubt. Mitgebrachte Grills dürften im Wald nicht betrieben werden.

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