Heidelberg verbietet Hexennachtfeiern an Thingstätte

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Wegen erheblicher Sicherheitsbedenken hat die Stadt Heidelberg jegliche Walpurgisnachtfeiern am 30. April 2018 am Kulturdenkmal Thingstätte untersagt. Die Kommune ziehe damit die Konsequenzen aus mehreren Vorfällen in jüngerer Vergangenheit - zum Beispiel ein Schwerverletzter sowie ein Waldbrand, teilte die Verwaltung der Neckarstadt am Donnerstag mit. Die Feiern mit bis zu 15 000 Besucherinnen und Besuchern auf dem Heiligenberg haben keinen offiziellen Veranstalter und kein grundlegendes Sicherheitskonzept.

Die Stadt werde den Platz in der Nacht zum 1. Mai 2018 mit einem Zaun absperren und von einem Sicherheitsdienst bewachen lassen, kündigte Ordnungsbürgermeister Wolfgang Erichson an. „Wir können Gesundheit und Sicherheit nicht gewährleisten. Das Gelände ist unübersichtlich, nicht ausgeleuchtet, es gibt unzählige Sturzfallen und keinerlei Organisationsstruktur“, sagte er. Die Feier sei ein untragbares Sicherheitsrisiko. „Wir haben keinen Ermessensspielraum mehr, die Untersagung ist zwingend“, betonte Erichson.

Die 1934/35 vom damaligen Reichsarbeitsdienst und von Studenten erbaute Thingstätte gilt als Beispiel für NS-Architektur. Die nach dem Vorbild antiker griechischer Theater errichtete Freilichtbühne sollte vor allem Propagandaveranstaltungen dienen, wurde aber kaum genutzt.

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