Heidelberg Cement eröffnet in Russland eine weitere Urzeitweide

Die Urzeitweide im Steinbruch Gerhausen stand Pate: Heidelberg Cement hat im russischen Novogurovsky ein Ganzjahresweideprojekt eröffnet mit zehn Shetlandponys und zwanzig kasachischen Weißkopfrindern.

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Jan Nieschwietz (links) und Hans Georg Kraut freuen sich über die neue Urzeitweide von Heidelberg Cement im russischen Novogurovsky.  Foto: 

Shetlandponys und Weißkopfrinder statt Konik-Pferden und Taurusrindern: Analog zur Urzeitweide im Steinbruch Blaubeuren-Gerhausen (Alb-Donau-Kreis) hat die Firma Heidelberg Cement im russischen Novogurovsky ein Ganzjahresweideprojekt eröffnet. Zehn Shetlandponys und zwanzig kasachische Weißkopfrinder weiden dort auf dem 108 Hektar großen Gebiet einer ehemaligen Kolchose, das sonst brach liegen und verbuschen würde. "Wir profitieren von den Erfahrungen aus Gerhausen", sagt Jan Nieschwietz, Direktor des Steinbruchbetriebs in Novogurovsky. So sind etwa die Informationstafeln gestaltet wie die in Gerhausen.

Hans Georg Kraut, Direktor des Zementwerks Schelklingen und verantwortlich für die Urzeitweide in Gerhausen , freut sich, dass das Weideprojekt Schule macht innerhalb des Unternehmens. Der Weltkonzern arbeitet dabei eng mit der in 117 Ländern vertretenen Naturschutzorganisation Birdlife International zusammen. "Wir nehmen der Natur etwas weg und geben ihr wieder etwas zurück."

Sergei Alexewicz Haretonow, Präsident des Verwaltungsgebiets Tula, zeigte sich bei der Eröffnungsfeier stolz, dass Heidelberg Cement gerade in seinem Bezirk ein für die Region und Russland neuartiges ökologisches Projekt startet. Mihail Polendakov, Generaldirektor von Heidelberg Cement in Russland, betonte den Stellenwert sozialer und ökologischer Aspekte im Unternehmen.

Mit dem nahenden Winter steht dem Projekt nun eine erste große Herausforderung ins Haus. "Der erste Winter wird zur Nagelprobe", meint Kraut. Und für Nieschwietz ist klar, dass die Tiere es nicht ohne zusätzliches Heu durch den Winter schaffen werden. Deshalb lagern Rundballen in einem Schuppen.

Kraut ist überzeugt, dass das Projekt Nachahmer finden wird. Denn in Russland steht viel unbewirtschaftetes Land zur Verfügung. Auch rund um die Weide in Novogurovsky. Und in Gedanken blickt er schon nach vorne und sieht weitere Herden grasen: Urzeitliche Tiere, etwa asiatische Przewalski-Pferde oder Koniks - wie im Steinbruch in Gerhausen.

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