Guido Wolf: Wir meistern den Kraftakt

Ist das Hamburger Wahlergebnis vom Sonntag auf Baden-Württemberg übertragbar? Wir fragten den CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf.

|
Guido Wolf: Hamburg lässt wenig Rückschlüsse auf Baden-Würt- temberg zu.  Foto: 

Birgt das Ergebnis der Hamburg-Wahl eine nützliche Erkenntnis für den CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf in Baden-Württemberg?

GUIDO WOLF: Das ist in erster Linie ein hanseatisches Ergebnis, das wenig Rückschlüsse auf Baden-Württemberg zulässt.

Und auf den zweiten Blick?

WOLF: Interessant ist das Abschneiden der kleinen Parteien. Dass die FDP wieder in der Bürgerschaft ist, ist ein Signal, das über Hamburg hinausstrahlen könnte. Den Einzug der AfD bedauere ich. Wir müssen alles tun, um das hier zu verhindern.

Haben Sie ein Rezept dafür?

WOLF: Ein Patentrezept gibt es sicherlich nicht. Entscheidend ist es, die Menschen mit ihren Sorgen ernst zu nehmen, sich um die Themen zu kümmern.

Gibt es auch rote Linien?

WOLF: Natürlich. Jede Form von Fremdenfeindlichkeit, von Agitation gegen Ausländer auf unseren Straßen lehnen wir ab. Das darf es in unserem Land nicht geben. Dagegen machen wir, auch parteiübergreifend, Front.

Der desaströse Absturz der Hamburger CDU auf unter 16 Prozent wird mit der großen Beliebtheit des siegreichen Sozialdemokraten Olaf Scholz erklärt. Hierzulande ist die Popularität des Ministerpräsidenten Kretschmann unangefochten. Wie wollen Sie ihn schlagen?

WOLF: Der überaus beliebte Erste Bürgermeister der Hansestadt Hamburg hat zunächst mal zwei Prozentpunkte und die absolute Mehrheit verloren. Ich will sein gutes Ergebnis aber überhaupt nicht kleinreden. Wichtiger ist aber, dass in Hamburg die Kernkompetenzen in Fragen der Wirtschaft, des Verkehrs und der Arbeitsplätze der SPD gutgeschrieben werden. In Baden-Württemberg liegt hier nach allen Umfragen die CDU klar vorn. Das gilt auch für die Parteipräferenz: Seit vielen Monaten gibt es keine Umfrage mehr, in der Grün-Rot eine Mehrheit hätte. Es ist kein Spaziergang, der vor uns liegt, sondern ein Kraftakt, aber er ist zu meistern.

Freut Sie, dass es mit der FDP aufwärts zu gehen scheint?

WOLF: Ich bin nicht unfroh, solange sie es aus eigener Kraft schaffen. Denn unverändert gilt für uns: Mir gebet nix.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Themenschwerpunkt

Interviews der SÜDWEST PRESSE

Hier finden Sie Interviews der SÜDWEST PRESSE zum Nachlesen archiviert.

mehr zum Thema

Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Kanzlerin Angela Merkel kommt heute nach Ulm

Am Ende ihrer Wahlkampftour tritt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag auf dem Münsterplatz auf. weiter lesen