CDU-Fraktion bedauert Rücktritt von Bahnchef Grube

|

Die CDU-Fraktion im Stuttgarter Landtag hat den überraschenden Rücktritt von Bahnchef Rüdiger Grube am Montag mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Grube habe sich stets für das Bahnprojekt Stuttgart 21 eingesetzt und sei dabei ein verlässlicher Partner gewesen, lobte Fraktionschef Wolfgang Reinhart. Für Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart sei das Bahnprojekt von übergeordneter Bedeutung. „Wir gehen davon aus, dass auch der neue Bahn-Chef das für Land und Stadt so bedeutende Projekt vorantreibt und zu einem guten Ende bringt.“

Kommentieren

Kommentare

01.02.2017 20:38 Uhr

Wie es die anderen sehen

Dazu eine Stimme aus der Mainmetropole. Karina Werner schreibt auf Facebook: Wir in Frankfurt haben auf unseren Tiefbahnhof erfolgreich verzichtet, weil es einfach sinnlos war, soviel Geld zu verbuddeln, stattdessen haben wir unseren Kopfbahnhof saniert und erfreuen uns an dem und sind damit sehr zufrieden.
Aber die Befürworter von S21 haben in meinen Augen nicht mehr alle Tassen im Schrank. Hauptsache Geld zum Fenster rauswerfen und weiterbauen lassen, weil sie von den Schäden selbst nicht betroffen sind ...

https://www.facebook.com/keinstuttgart21/?fref=ts

Ergo: Wir können alles, außer Bahnhöfe bauen. Doch das ficht wohl unsere minderbemittelten Verkehrsexperten aus den Reihen biederer CDU-Provinzpolitiker im Ländle, die hauptverantwortlich für Schwachsinn 21 sind, überhaupt nicht an. Hauptsache mit Brachialgewalt unter Zuhilfenahme von Pfefferspray und Wasserwerfern ein sinnloses Prestigeprojekt durchgesetzt, nur um das Gesicht - ohnehin zur bemitleidenswerten Fratze mutiert - nicht zu verlieren.

Ergebnis: In der Wählergunst mit Pauken und Trompeten durchgefallen!

Antworten Kommentar melden

01.02.2017 01:04 Uhr

CDU lobt Grube und Stuttgart 21

Sind diese sog. "Volksvertreter" eigentlich noch im Vollbesitz ihrer Sinne und ihres Verstandes? Wir reden über ein Projekt, dessen Unwirtschaftlichkeit bei Kosten von mehr als 4,5 Mrd. Euro beginnt und bei dem wir 10 Milliarden befürchten müssen. Was soll an diesem Projekt gut sein?

Die CDU hat vielleicht auch schon mitbekommen, was der Bundesrechnungshof sagt und ihre Vertreter beherrschen die Grundschulmathematik, die ausreicht, um die Leistungsfähigkeit des neuen Bahnknotens richtig einzuschätzen oder etwa nicht?

Diese Grundvoraussetzungen und ein klein wenig Verständnis für Logistik reichen tatsächlich aus, um das Leistungsversprechen von S21 als reinen Blödsinn entlarven zu können. Acht Gleise hat der geplante Bahnhof. Zu- und Ablaufgleise ausgeblendet, kann er damit ca. 32 Züge in der Spitzenstunde abwickeln. Es gibt keinen Bahnhof in Deutschland, der mehr als 4,1 Züge im Durchschnitt pro Gleis schafft. Da wird S21 auch keine Ausnahme machen. Und 4,1 x 8 ergibt nun mal 32,8. Im Gegensatz zu den versprochenen 49 Zügen.

Daran ändert auch die CDU nichts. Außerdem auch nichts daran, dass der bestehende Bahnhof mit 37 Zügen bereits heute mehr leistet und noch deutliche Reserven hat - insbesondere wenn man ihn modernisieren und noch etwas ausbauen würde. Stuttgart 21 ist reiner Betrug, denn weder die versprochene Leistung noch die Kosten stimmen.

Und da behauptet die CDU doch allen Ernstes immer noch, S21 sei ein zukunftsweisendes Projekt und von übergeordneter Bedeutung für ganz BW. Das kann doch nicht deren Weisheit letzter Schluss sein. Wo leben die denn?

Antworten Kommentar melden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Senden: Kein Platz für Sex am See

Mit einem konzertierten Vorgehen versuchen Polizei, die Städte Senden und Vöhringen sowie das Landratsamt die Swinger-Szene von den Baggerseen zu vertreiben. weiter lesen