Gewerkschaften rüsten sich für Tarifrunde in Metallbranche

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Ein Mitarbeiter schweißt an einem Industriebehälter. Foto: Jan Woitas/Archiv  Foto: 

Die Arbeitnehmer in der Metall- und Elektrobranche beraten heute darüber, mit welchen Forderungen sie in die anstehende Tarifrunde gehen sollen. Gremien der Gewerkschaft IG Metall treffen sich in sieben verschiedenen Städten Deutschlands, darunter Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart und Sprockhövel bei Wuppertal. In den „Großen Tarifkommissionen“ sitzen hauptamtliche Gewerkschafter und Betriebsräte der Firmen. Sie sollen einen Forderungskatalog empfehlen, der danach in den Betrieben diskutiert wird. Ende Oktober soll die Position der Gewerkschaft beschlossen werden. Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern könnten in den verschiedenen Regionen Mitte November starten.

Noch bis Jahresende gilt ein Tarifvertrag, der im Frühjahr 2016 für eine Laufzeit von 21 Monate abgeschlossen worden war und eine stufenweise Entgelterhöhung vorsah - zunächst um 2,8 und später um 2,0 Prozent. Damals war IG Metall mit einer Forderung von 5 Prozent für einen 12 Monate laufenden Vertrag in die Verhandlungen gestartet.

Bei den Tarifverhandlungen könnte nun nicht nur eine Entgelterhöhung, sondern auch der Anspruch eines Arbeitnehmers auf eine vorübergehende Arbeitszeit-Reduzierung auf 28 Wochenstunden eine Rolle spielen. Die Gewerkschaft überlegt, ob sie sich dafür starkmachen soll.

In der deutschen Metall- und Elektrobranche sind 3,9 Millionen Menschen tätig, von denen knapp die Hälfte (1,8 Millionen) in Firmen mit Tarifbindung arbeitet. Auf Firmen ohne Bindung hat der Tarifvertrag aber eine gewisse Orientierungswirkung - zahlen sie schlechter, drohen ihre Mitarbeiter zur Konkurrenz abzuwandern.

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