Gewerkschaft: Verkleinerung des SAP-Aufsichtsrats verhindern

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Ein Konzernlogo des Softwarekonzerns SAP in Walldorf. Foto: Uwe Anspach/Archiv

IG Metall und Verdi wollen eine mögliche Verkleinerung des SAP-Aufsichtsrats verhindern. Die beiden Gewerkschaften haben einen entsprechenden Antrag vor dem Arbeitsgericht Mannheim gestellt, wie eine Sprecherin des Gerichts am Donnerstag bestätigte. Das Gericht soll dem Vorstand des Software-Konzerns untersagen, auf der Hauptversammlung eine Satzungsänderung durchzubringen, mit deren Hilfe der Aufsichtsrat von 18 auf 12 Sitze verkleinert werden könnte. Die „Wirtschaftswoche“ hatte zuvor über das Verfahren berichtet (Az.: 14 BV 13/16).

Der Aufsichtsrat der SAP war nach der Umwandlung in eine europäische Aktiengesellschaft (SE) im Jahr 2015 zunächst auf 18 Mitglieder gewachsen. Die Gewerkschaften hatten damals überraschend viele Stimmen gewonnen. Eine Verkleinerung ist möglich, stand bislang aber überhaupt nicht zur Debatte. Die Gewerkschaften befürchten dennoch offenbar, dass sie an Macht verlieren. Denn die fest zugewiesenen Gewerkschaftssitze, wie sie bei deutschen Aktiengesellschaften vorgeschrieben sind, sind in einer Europäischen Gesellschaft nicht vorgesehen.

In einem ersten Gütetermin Ende Januar hatte SAP die Zuständigkeit des Arbeitsgerichts infrage gestellt. Darüber soll im März entschieden werden. Ein Unternehmenssprecher sagte: „Wir halten die Klage für unbegründet und werden unsere Auffassung gegenüber dem Gericht entsprechend darlegen.“

Artikel Wirtschaftswoche

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