Feinstaub: Kuhn hält am Prinzip Freiwilligkeit fest

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Trotz geringer Effekte bei den Feinstaub-Alarmen setzt der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) auch künftig auf das Prinzip Freiwilligkeit statt auf sofortige Fahrverbote. Im Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE zeigte sich das Stadtoberhaupt davon überzeugt, dass es gelingen wird, bessere Luftwerte im Stuttgarter Kessel durch freiwilligen Verzicht auf das Auto zu erreichen. Zumal Verbote nicht so einfach durchzuführen seien, „wie das manche in die Welt rausrufen“. Man müsse Geduld haben, auch mit den vielen Einpendlern. Kuhn gab außerdem zu bedenken, dass Fahrverbote in Stuttgart ökonomisch schwierig seien, weil es in der Stadt so viele Arbeitsplätze und so viel Einzelhandel gebe.

Forderungen nach einer generellen Absenkung der Preise für den öffentlichen Nahverkehr in der Region Stuttgart wies Kuhn zurück. Derzeit seien die Verkehrsunternehmen immer noch mit dem Ausbau des Netzes befasst und müssten „gigantische Summen“ investieren. In einer solchen Phase könne man nicht die Preise senken: „Das muss jeder begreifen.“ Bisher gibt es nur an Alarmtagen verbilligte Tickets.

Wegen der mangelhaften Abgasreinigung von Fahrzeugen zeigte sich Kuhn verärgert. „Die Oberbürgermeister in Deutschland haben es satt“, sagte er, „dass die Städte immer die Haue kriegen für Sachen, die die Automobilindustrie zu verantworten hat.“  

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