Fall Nachmann: Zentralrat der Juden begrüßt erneute Prüfung

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Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßt neue Untersuchungen zum Tod seines früheren Vorsitzenden Werner Nachmann vor fast 30 Jahren. Damals war Herzversagen als Ursache genannt worden - bei den Todesumständen sei aber „wohl einiges im Dunkeln geblieben“, sagte der amtierende Vorsitzende des Zentralrats, Josef Schuster, der „Stuttgarter Zeitung“ (Samstag). Jeder Schritt, der zur Aufklärung des Falls aus dem Jahr 1988 beitragen könne, sei zu begrüßen.

Die Staatsanwaltschaft prüft nach eigenen Angaben, ob es einen Anfangsverdacht auf eine Straftat ergibt. Nachmann, der ein Unternehmen in Karlsruhe betrieb, soll rund 30 Millionen Mark (etwa 15,3 Millionen Euro) veruntreut haben - Zinsen aus dem Geld zur Entschädigung von jüdischen Opfern des Naziregimes. Der Fall löste damals großes Aufsehen aus.

Anlass für die erneute Prüfung sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hinweise über die Zeitung auf Ermittlungen einer Privatdetektei nach dem Verbleib des Geldes. Eine Frau habe der Detektei etwas von Gift erzählt. Berichten der „Stuttgarter Zeitung“ und des SWR zufolge soll Nachmann der Frau gegenüber den Verdacht geäußert haben, dass man ihm nach dem Leben trachte.

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