Fahrlehrer verliert nach Übergriffen seine Lizenz

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Wegen sexueller Übergriffe auf Schülerinnen hat ein Fahrlehrer seine Lizenz verloren. Die Klage des 63-Jährigen gegen diese Entscheidung wies das Verwaltungsgericht Stuttgart nach Angaben vom Freitag ab. Er habe die "Berufspflicht zur gewissenhaften Ausbildung seiner Fahrschüler gröblich verletzt", urteilte das Gericht demnach am 3. Mai. Der Mann habe seine Autorität ausgenutzt, an Fahrschülerinnen während des Unterrichts sexuelle Handlungen vorgenommen und sich als charakterlich ungeeignet für den Fahrlehrerberuf erwiesen (Az.: 8 K 2956/11).

Ein Amtsgericht hatte den Mann 2007 wegen sexueller Nötigung und Beleidigung zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt, weil er zwei Schülerinnen sexuell belästigt hatte. Laut Gericht hat er den jungen Frauen während der Fahrstunde unter anderem an die Brust gefasst und ihre Hand auf sein Geschlechtsteil gelegt oder sie am Genitalbereich gestreichelt.

Einige Jahre später verurteilte das Amtsgericht den Mann erneut wegen sexueller Beleidigung. Für die Tat im August 2009 kam er für ein halbes Jahr ins Gefängnis. Die Stadt Stuttgart hatte Anfang April 2010 die Fahrlehrererlaubnis des Klägers mit sofortiger Wirkung widerrufen. Eine "Beschränkung" des Widerrufs nur auf den praktischen Unterricht von Fahrschülerinnen komme nicht in Betracht, teilte das Gericht am Freitag weiter mit.

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