Ex-Afd-Abgeordneter Fiechtner warnt vor Neuwahl von Meuthen

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Heinrich Fiechtner, Mitglied des baden-württembergischen Landtags. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv  Foto: 

Der aus der AfD ausgetretene Landtagsabgeordnete Heinrich Fiechtner hat vor einer Neuwahl von Jörg Meuthen zum Bundessprecher der Partei an diesem Wochenende gewarnt. „Wenn die Partei Bestand haben will, ist sie gut beraten, einen anderen Bundessprecher zu wählen“, sagte Fiechtner. Er war am Freitag aus der AfD und der Landtagsfraktion ausgetreten, nachdem er zunehmend nationalistische Züge beklagt hatte. Meuthen, der seinen Fraktionsvorsitz Ende dieses Monats wegen eines Mandats im Europaparlament an Bernd Gögel abgibt, führe die AfD in den Extremismus, kritisierte Fiechtner.

Als geeignete Kandidatin für eine Nachfolge Meuthens sieht Fiechtner etwa die als Spitzenkandidatin für Baden-Württemberg und den Bund zur Bundestagswahl angetretene Alice Weidel. Kandidieren will neben Meuthen nach Medienberichten bisher der Berliner AfD-Landeschef Georg Pazderski. Er ist auch Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus. Der frühere Bundeswehr-Oberst war 41 Jahre Soldat.

Die Bundespartei will auf einem Delegiertenparteitag in Hannover am Wochenende eine neue Parteispitze wählen. Seit dem Abgang der Co-Vorsitzenden Frauke Petry hat die AfD nur noch Meuthen als Vorsitzenden. Der rechtsnationale Parteiflügel möchte, dass dies auch so bleibt. Er will die Abschaffung der Doppelspitze beantragen.

Der Arzt Fiechtner war von der AfD-Fraktion im Landtag mit Redeverbot belegt worden, nachdem ihm Kollegen ein Abweichen von der Parteilinie vorgeworfen hatten. Fiechtner dagegen hatte betont, er habe lediglich die bürgerlich-konservativen und marktliberalen Ziele der AfD verteidigen wollen. Er ist nun Abgeordneter ohne Fraktion im Landtag.

Heinrich Fiechtner

AfD-Landtagsfraktion

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