Erzbistum: Abrechnungsaffäre über Nachtragshaushalt regeln

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Die drohenden hohen Nachzahlungen in der Affäre um nicht geleistete Rentenversicherungsbeiträge sollen die Arbeit des Erzbistums Freiburg in den kommenden Jahren nicht beeinträchtigen. Auf einer Sitzung der Kirchensteuervertretung am Freitag und Samstag wurde der Doppelhaushalt für die nächsten beide Jahre verabschiedet. Das Volumen für 2018 und 2019 liegt demnach bei jeweils rund 660 Millionen Euro nach 630 Millionen Euro im zu Ende gehenden Jahr. Der größte Teil der Einnahmen seien mit rund 520 Millionen Euro Kirchensteuern, hieß es. Die Kirchensteuervertretung berät und beschließt den Haushalt.

Für die ausstehenden Versicherungsbeiträge hat Erzbischof Stephan Burger bereits vorsorglich 160 Millionen Euro zurückgelegt. Wie die Erzdiözese am Samstag mitteilte, sollen mögliche Nachzahlungen anteilig auf die Haushaltsjahre 2016 und 2017 verteilt werden. Dies werde über einen Nachtragshaushalt geschehen, sobald bei den Zahlungen Klarheit bestehe. Sie könnten aus früheren Gewinnen sowie Rücklagen des Erzbistums geleistet werden und hätten daher keine Auswirkungen auf die Haushaltsplanung 2018 und 2019.

Das Erzbistum hatte im Oktober eingeräumt, Beiträge von Beschäftigten zur gesetzlichen Rentenversicherung jahrelang nicht korrekt abgeführt zu haben. Es soll sich um einen dreistelligen Millionenbetrag handeln. Mit rund 1,9 Millionen Katholiken ist das Erzbistum Freiburg nach Köln und neben Münster die zweitgrößte der insgesamt 27 katholischen Diözesen in Deutschland. Es umfasst Baden und Hohenzollern.

Erzbistum Freiburg

Pressemitteilung vom 25.10.

Deutsche Bischofskonferenz

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