Grundschul-Reform: Englisch erst von der dritten Klasse an

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Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will den Bildungsplan für die Grundschulen ändern. „Ich kann mir vorstellen, dass wir die Fremdsprachen in der Grundschule erst ab Klasse 3 beginnen lassen und dadurch rund 630 Deputate gewinnen“, sagte sie der dpa.

Die freiwerdenden Stunden in den Klassen 1 und 2 sollen als „Poolstunden“ zur Stärkung von Lesen, Schreiben und Rechnen genutzt werden. „Beschlossen ist noch nichts“, sagte eine Sprecherin Eisenmanns dieser Zeitung, das Vorhaben soll aber noch vor der Sommerpause ins Landeskabinett eingebracht werden. Die Sprecherin dementierte Meldungen, mit der Reform solle der vorhandene Lehrermangel an den Grundschulen kompensiert werden. Es gehe bei diesen Änderungen lediglich um eine inhaltliche Neugewichtung.

Seit 2004 lernen Schüler in Baden-Württemberg ab Klasse 1 Englisch und am Rhein Französisch. Ähnlich läuft es in fünf anderen Bundesländern, in allen anderen beginnt die Fremdsprache ab Klasse 3. Die Grundschulen sind im Südwesten die einzige Schulart, die bisher noch keine „Poolstunden“ hat. Timm Kern (FDP) begrüßte die Pläne. Dagegen kritisierte Daniel Born (SPD): „Statt den Fremdsprachenerwerb pädagogisch weiterzuentwickeln, haut die Ministerin mit der Sparaxt dazwischen.“ Rainer Balzer (AfD) warf Eisenmann das Stopfen von Haushaltslöcher mit allen Mitteln vor.

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