Energie auf Schritt und Tritt

Wissenschaftler wollen laufende Menschen in ein Minikraftwerk verwandeln. Andere durch einen speziellen Belag Strom erzeugen. Da muss einem nicht bange werden, meint Hans Georg Frank.

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Der moderne Mensch ist ständig unter Strom. Nichts lässt sich ausrichten ohne ausreichend Elektrizität. Das Smartphone verlangt nach Saft.  Auch andere Bereicherungen des Leibs wie Herzschrittmacher, Insulinpumpe und Pulsmesser gieren nach Strom. Wo dieser Kraftstoff herkommen soll, wollen viele Zeitgenossen erst dann wissen, wenn er fehlt.

Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist nun wohl der Durchbruch bei der Suche nach der kabellosen Versorgung gelungen. Sie haben ein System entwickelt, das den laufenden Menschen in ein Minikraftwerk verwandelt. Dabei liegt unter Ferse und Ballen ein mit Flüssigkeit gefülltes Kissen, das beim Auftreten und Abrollen einen Generator antreibt. Die Wissenschaftler sind zuversichtlich, dass sich ihr System auch in einem Sportschuh unterbringen lässt. Ein anderer Apparat nutzt die Bewegung des Armes zum Antrieb eines Induktionsmotors, mit dem sich alsbald das Smartphone aufladen lassen soll.

Wenn sich nun die Karlsruher Tüftler mit den Kollegen der Universität Georgia Tech kurzschließen, dann muss uns um die Zeit nach dem Atomausstieg nicht mehr bange sein. Die Amerikaner in Atlanta bemühen sich gerade um „Piezoelectric technology“. Das ist nichts anderes als ein spezieller Belag des Trottoirs, der den Strom gleichsam auf Schritt und Tritt erzeugt. Die Europa-Filiale der Georgia Tech liegt in Metz. Beim Fußmarsch von Karlsruhe nach Lothringen würde auf 186 Kilometer reichlich Energie produziert.

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