Elternbeirat erwartet mehr Engagement der Grünen in Bildungspolitik

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Der Landeselternbeirat erwartet mehr Engagement von den Grünen in der Bildungspolitik. In der grün-schwarzen Regierung fielen sie bislang nur durch ihren eisernen Sparwillen auf, sagte Landeschef Carsten Rees. „Wir vermissen eine Akzentsetzung.“ Die Grünen ließen sich von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Nasenring durch die Arena ziehen.

Auch SPD-Fraktionschef Andreas Stoch meinte: „Frau Eisenmann ist gestartet mit dem Ruf einer liberalen, reformbereiten CDU-Großstadt-Bildungspolitikerin. Ihre Reden und ihr Handeln als Kultusministerin sprechen leider eine andere Sprache.“ Es überwiege eine ideologisch oder parteitaktisch motivierte Sehnsucht nach den vermeintlich guten alten Zeiten des dreigliedrigen Schulwesens. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke sagte, Eisenmann mache ihrem Namen alle Ehre. „Sie fährt die Ellenbogen aus in Richtung Grüne, was dazu führt, dass ihr Rückhalt in der CDU-Fraktion wächst.“

Hingegen zeigte sich CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart zufrieden. „Das Kultusministerium legt das Augenmerk wieder darauf, dass in der Schule Leistung und Erfolg zählen und der Lehrer wieder im Mittelpunkt bei der Wissensvermittlung steht.“ Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz teilte mit, Grüne und CDU hätten sich im Koalitionsvertrag auf einen modernen Kurs in der Bildungspolitik geeinigt. „Und wir sehen, dass Ministerin Eisenmann zu diesem Kurs steht.“

In den vergangenen Wochen hatte Eisenmann viel Kritik auf sich gezogen – etwa von Verbänden, weil die Lehrer nach Eisenmanns Meinung mehr Wert auf richtige Rechtschreibung in Grundschulen legen sollen. Zum Jahreswechsel hat Eisenmann die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz übernommen, in der die Kultusminister und -senatoren der 16 Bundesländer organisiert sind. dpa

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