Elefantenrunde: AfD und Linke nicht zur Gesprächsrunde zugelassen

Welche Politiker dürfen im Fernsehen diskutieren? Der Südwestrundfunk hat jetzt entschieden wer an der sogenannten Elefantenrunde drei Tage vor der Landtagswahl am 13. März teilnehmen soll. An der Gesprächsrunde selbst wird kein Vertreter der AfD teilnehmen, allerdings kommt Jörg Meuthen dennoch zu Wort.

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Drei Tage vor den Landtagswahlen plant der Südwestrundfunk (SWR) am 10. März 2016 einen großen Wahlabend im SWR Fernsehen in Baden-Württemberg. Der SWR hat sich dabei gegen eine direkte Teilnahme eines Vertreters der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) in der Sendung entschieden. Allerdings werden im Voraus Interviews sowohl mit Jörg Meuthen (Alternative für Deutschland) als auch mit Bernd Riexinger (Die Linke) aufgezeichnet, die im Anschluss an die Gesprächsrunde ungeschnitten ausgestrahlt werden. 

An der Gesprächsrunde selbst werden Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Guido Wolf (CDU), Nils Schmid (SPD) und Hans-Ulrich Rülke (FDP) teilnehmen. Überlegungen des Senders, auch die AfD zu berücksichtigen, waren bei Ministerpräsident Winfried Kretschmann und SPD-Landeschef und Finanzminister Nils Schmid auf Ablehnung gestoßen. Sie wollten an einer solchen Runde nicht teilnehmen, hatten sie wissen lassen. CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf dagegen wollte deswegen nicht absagen.
 
Das Programm 
"Drei Tage vor der Entscheidung - Der große Wahlabend im SWR Fernsehen":
20.15 bis 21.25 Uhr: "Bilanz und Ausblick - Wie wurde regiert, wie soll regiert werden?"
21.25 bis 21.45 Uhr: "Pläne und Positionen - Was wollen die `Alternative für Deutschland` und `Die Linken`?
22 bis 22.45 Uhr: "Analysen und Meinungen - Wie Experten den Endspurt beurteilen" 
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Kommentare

19.01.2016 18:15 Uhr

Wir können alles – außer Demokratie!

Aber DDR können wir. Und zur Erinnerung: vor der letzten Wahl durften die linkspopulistischen „Linken“ an der Fernsehrunde teilnehmen, obwohl sie in Umfragen nie über 5% lagen.

Aber Wahltag ist Zahltag ... auch wenn die SPD sich zwecks Pöstchen Sicherung als Steigbügelhalter für die CDU hergeben wird.

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19.01.2016 14:41 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Elefantenrunde””

Da mein PC zur Zeit technische Probleme hat haben sich einige Fehler eingeschlichen:
Satz 2 soll heißen:
Wenn ich Mitglied einer " ausgestoßenen " Partei wäre würde ich direkt nach der Wahl die Wahl anfechten vor dem BGH
Satz 5
Aber auch die Verantwortlichen der großen Parteien sollten sich schämen -
nur bei einer offenen Diskusion kann man den " Gegner bezwingen und dazu bringen " Farbe" zu bekennen

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19.01.2016 14:30 Uhr

Antwort auf „Elefantenrunde”

Anscheinend haben die " großen Parteien " nicht den A. in der Hose sich auch mit unangenehmen Parteien sich auseinander zu setzen.
Wenn ich Mitglied einer " ausgestoßenen " Partei wäre würde ich direkt nach der Wahl anfechten vor demBGH.

Der SDR ist also nicht mehr unabhängig - war er auch schon lange nicht mehr !!

Ein weiteres trauriges Kapitel der öffentlich rechtlichen Medien.

Aber auch die verantwortlichen der großen Parteien sollten sich schämen -
nur bei einer offenen Diskusion kann man den " Gegner " bezwingen.

Und da wundert sich noch einer das man in Baden Württemberg der AFD über 10 % zusagt.

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19.01.2016 13:26 Uhr

Antwort auf „Elefantenrunde”

Genau diese Ablehnung der großen Parteien ist ein großer Grund sie nicht zu wählen. Wie auch immer , aber sie verstoßen gegen das gleich Recht für alle in der Demokratie, auch ein Grund das die Wahl eben nicht demokratisch ist, sondern von den einen so gesteuert wie sie es haben wollen.

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19.01.2016 12:27 Uhr

Elefantenrunde

Gestern Abend habe ich die Polit Show Hart aber Fair angeschaut mit dem Thema "Frisierte Polizeiberichte bevormundete Bürger" bei dem auch das Thema Lügenpresse aufkam. Es wurde darüber diskutiert ob sich Fernsehsender, Berichterstatter und Journalisten politisch beeinflussen lassen. Mit Ihrem Artikel "Elefantenrunde: AfD und Linke nicht zur Gesprächsrunde zugelassen" haben Sie einmal mehr als bewiesen das dieser Vorwurf berechtigt ist. Ich Zitiere: "Überlegungen des Senders, auch die AfD zu berücksichtigen, waren bei Ministerpräsident Winfried Kretschmann und SPD-Landeschef und Finanzminister Nils Schmid auf Ablehnung gestoßen. Sie wollten an einer solchen Runde nicht teilnehmen, hatten sie wissen lassen. CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf dagegen wollte deswegen nicht absagen"

Da soll mal einer behaupten Sie seien nicht beeinflussbar! Sie sind ein öffentlich rechtlicher Sender und haben verdammt noch mal die Pflicht alle Parteien zu Wort kommen zu lassen in solch einer Runde und sich nicht durch die momentane Landesregierung beeinflussen zu lassen.

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