Eisglätte: Mehr als 300 Unfälle im Südwesten

In dicken Schichten lag er auf den Straßen, hüllte parkende Autos in einen "Eispanzer": Am Boden vereister Regen hat in der Nacht zu Samstag auf den Straßen im Südwesten in nur wenigen Stunden zu mehr als 330 Unfällen geführt.

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Die Bilanz: 27 Verletzte und verbogenes Blech im Wert von knapp 1,7 Millionen Euro. Sieben Unfallopfer kamen nach Behördenangaben schwer verletzt in Kliniken. Bei der Bahn sowie am Stuttgarter Flughafen habe es keine Behinderungen gegeben, hieß es. Das restliche Wochenende über stellte sich dagegen wieder Normalbetrieb auf den Straßen im Land ein.

Einen Schaden von rund 150.000 Euro gab es beim Unfall eines 40-Tonners nahe Schwetzingen (Rhein-Neckar-Kreis). Der Lastwagen kippte an einer Auffahrt auf die Seite und verlor einen Teil seiner Lebensmittelladung. Der 25 Jahre alte Fahrer war laut Polizei zu schnell unterwegs. Der Mann und ein 14 Jahre alter Beifahrer wurden eingeklemmt und leicht verletzt befreit.

In Stuttgart rutschte ein Auto vom Uferdamm in den Neckar. Fahrer und Beifahrer konnten sich selbst befreien und wurden von Rettungskräften aus dem eisigen Wasser gezogen. Sie kamen in Krankenhäuser. Den versunkenen Wagen musste ein Kran bergen.

Auf der A81 nahe Heilbronn sicherte die Polizei einen Glätteunfall, als mehrere nachfolgende Fahrzeuge - darunter ein Sattelschlepper und ein Reisebus - die Kontrolle verloren und gegen die stehenden Autos prallten. Drei Menschen wurden verletzt, darunter einer schwer.

Die Reutlinger Polizei zählte zwischen Mitternacht und 10 Uhr am Samstag 68 Glatteisunfälle. Die meisten ereigneten sich auf der Albhochfläche, die besonders vereist war. Auch in Karlsruhe und Ulm waren Beamte bis zum Morgen mit 37, respektive 29 Unfällen auf rutschigen Straßen beschäftigt. Weniger oft krachte es im Schwarzwald und am Bodensee. Dort seien die Temperaturen in Bodennähe oft milder gewesen, hieß es.

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