Eigentümer wehren sich gegen Schutzstatus

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Ein Mann geht in das Verwaltungsgericht in Stuttgar. Foto: Wolfram Kastl/Archiv

Weil er nicht in einem Kulturdenkmal wohnen will, ist der Eigentümer eines Hauses in der gut 50 Jahre alten Stuttgarter Beamtensiedlung Aspen stellvertretend für andere vor das Verwaltungsgericht gezogen. Wie die gesamte Siedlung ist sein Haus 2011 unter Denkmalschutz gestellt worden. Dagegen wehren sich auch mehrere andere Eigentümer. Bauarbeiten, die das Erscheinungsbild beeinträchtigen, müssen seither gesondert genehmigt werden.

Sein Haus sei „weder damals noch heute etwas Besonderes“, argumentierte der Kläger des Musterverfahrens am Mittwoch bei der Verhandlung. Die Unterschutzstellung und damit verbundene Genehmigungspflichten minderten den Wert seines Hauses.

Das wegen seiner dunklen Schindeln auch „Schwarze Siedlung“ genannte Häuserensemble sei ein herausragendes Zeugnis der Siedlungsbaukunst in der Nachkriegsmoderne, betonten die Denkmalschützer vor Gericht. Entscheidend werde am Ende sein, so der Richter, ob das Ensemble im Stuttgarter Ortsteil Botnang mit 82 Wohneinheiten auf 1,5 Hektar etwas Herausragendes, etwas tatsächlich Exemplarisches hat. Wann die Entscheidung fällt, war zunächst nicht klar (Az.: 13 K 1240/14).

PM Verwaltungsgericht

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