Drogen aus dem Darknet: Mann muss in Haft

Wegen illegaler Drogengeschäfte ist der Betreiber eines Fitnessstudios zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Über das Verhalten des Familienvaters könne man nur den Kopf schütteln, sagte Edgar Gramlich, Vorsitzender Richter am Heidelberger Landgericht.

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Der 31-jährige Sportwissenschaftler hatte kiloweise Rauschgift im "Darknet" bestellt. Ein mitangeklagter holländischer Drogenkurier erhielt drei Jahre und drei Monate Gefängnis.

Der Gleichaltrige war im Oktober 2015 nahe Heidelberg bei einer Routinekontrolle geschnappt worden. Im Kofferraum fanden sich vier Kilo Marihuana sowie ein Kilo Amphetamin und etwas Kokain. Der Holländer gab zu, dass er den Stoff in ein Fitnessstudio im Rhein-Neckar-Kreis bringen sollte. Zuvor hatte er bei drei Fahrten bereits sechs Kilo Cannabis dorthin ausgeliefert. Ein Dealer holte die Drogen später im Studio ab.

Das Rauschgift hatten der Sportwissenschaftler und ein unbekannter Mittäter im "Darknet" bestellt. In diesem verschlüsselten Internet gebe es Marktplätze für illegale Drogen, sagte der Angeklagte. Der Kauf sei problemlos wie bei Ebay. Der Lieferant bleibe völlig anonym, berichtete ein Ermittler. Die Initiative sei von einem "Hintermann" ausgegangen, der die Drogenkäufe auch finanziert habe, behauptete der Angeklagte. Dessen Namen wollte er aus Angst nicht nennen.

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