Doping-Gutachter weist Vorwürfe der Uni Freiburg zurück

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Gebäude der Universität Freiburg. Foto: Patrick Seeger/Archiv

Der Mainzer Wissenschaftler Andreas Singler hat die Vorwürfe der Universität Freiburg im Streit um die Veröffentlichung der Gutachten zur Verstrickung der früheren Freiburger Professoren Joseph Keul und Armin Klümper in Doping-Praktiken zurückgewiesen. In einem am Mittwoch verbreiteten Schreiben wirft er dem Uni-Rektor Hans-Joachim Schiewer vor, mit der Veröffentlichung von vertraulichen Informationen über mögliche Honorarvereinbarungen „eine rote Linie“ überschritten zu haben.

Mit der Darstellung, er sei nur durch die Zahlung einer Summe von 100 000 Euro zur Übergabe weiterer Gutachten zu bewegen gewesen, habe Schiewer „die Öffentlichkeit in die Irre geführt“, schreibt Singler. Diese Behauptung sei eine „klare und bewusst gesetzte Lüge“.

Singler hatte am Dienstag mitgeteilt, dass es zwischen ihm und der Hochschule keine Einigung über die Honorierung seiner Arbeit gegeben habe. Außerdem kündigte er an, das Gutachten zum ehemaligen Sportmediziner Keul selbst veröffentlichen zu wollen. Die Universität hatte darauf reagiert und mitgeteilt, Singler sei zur Übergabe der Gutachten nur bereit, wenn er dafür rund 100 000 Euro erhalte.

Singler gehörte der im März 2016 aufgelösten Evaluierungskommission zur Doping-Vergangenheit der Freiburger Sportmedizin an. Infolge eines Streits über ein von ihm ohne Absprache veröffentlichtes Teilgutachten war er aus dem Gremium ausgeschieden. Die Kommission sollte aufklären, inwiefern die Sportmedizin der Uni Freiburg in systematisches Doping von Spitzensportlern verwickelt war.

Mitteilung Singler

Doping-Gutachten

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