Dominik Graf: „Schlamperei und Vertuschung der Behörden“

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Regisseur Dominik Graf. Foto: Tim Brakemeier/Archiv  Foto: 

Regisseur Dominik Graf (65) wirft dem Staat mangelnde Aufarbeitung der RAF-Zeit vor. „Das Thema wurde überwiegend einseitig aufgearbeitet“, sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Viel zu viel Schlamperei und Vertuschung der staatlichen Behörden wurde und wird bei uns nach wie vor unter den Teppich gekehrt.“ 40 Jahre nach dem Terror der Roten Armee Fraktion (RAF) will der Stuttgarter „Tatort“ an diesem Sonntag eine Auseinandersetzung mit dem „Deutschen Herbst“ anstoßen. Im Krimi „Der rote Schatten“ setzt der Südwestrundfunk (SWR) auch dokumentarische Aufnahmen aus dem Jahr 1977 ein.

„Das Thema RAF wird niemals un-aktuell, weil es eben letztlich ungeklärt ist“, sagte Graf. „Es geht um die konkrete Schuld der staatlichen Organe einerseits, und es geht darum, eine neue Mentalitätsgeschichte dieser Revolte zu erforschen, die dann mal bitte nicht von den Regierenden und ihren Vasallen geschrieben wird.“

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