Dicke Luft in Stuttgart hält an

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Ein Mann geht in Stuttgart an Messgeräten der Feinstaubmessstation vorbei. Foto: Marijan Murat/Archiv

Das Wetter am Wochenende bringt in Sachen Feinstaub keine Entspannung für die Menschen in Stuttgart. Laut eines Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) lag der Mittelwert am Freitag bei 89 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft. Das geht aus Daten der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) vom Samstag hervor. Der zulässige Grenzwert laut EU-Verordnung liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Seit Beginn des Feinstaubalarms am vergangenen Dienstag hält sich der Wert stetig über 80 Mikrogramm. „Wir sind am Rand eines Hochdruckgebiets, dass nur mäßig kalte und trockene Luft in den Südwesten bringt“, sagte ein Meteorologe am Samstag.

Für eine Verbesserung der Situation braucht es laut DWD kräftigen Wind, Regen und den Austausch zwischen kalter und warmer Luft. Nichts davon sei zurzeit in Stuttgart gegeben, so der Meteorologe: „In Stuttgart liegt ein Deckel auf dem Kessel, der so schnell nicht weggeht“. Eine sogenannte Inversionswetterlage sorge dafür, dass die Temperatur der Luft nach oben hin nicht abnimmt, sondern zunimmt. Dadurch sammeln sich Staubteilchen und Abgase unter der Luftschicht - und sorgen für dicke Luft in der Landeshauptstadt.

Wann der aktuell geltende Feinstaubalarm endet, ist nach Angaben der Stadt noch offen. Laut DWD könnte sich der Alarm bis weit in die nächste Woche hineinziehen. Eine Veränderung der Wetterlage sei bis mindestens Donnerstag nicht in Sicht.

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