DFB kündigt Reaktion nach BGH-Urteil an

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Rainer Koch, 1. Vizepräsident des DFB, im Gespräch. Foto: Arne Dedert/ Archiv

Der BGH hatte den vom Weltverband FIFA angeordneten und vom Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) vollzogenen Zwangsabstieg aus der Regionalliga Nord in der Saison 2013/2014 für rechtswidrig erklärt.

"Wir werden die schriftliche Urteilsbegründung abwarten und sorgfältig analysieren", teilte DFB-Vizepräsident Rainer Koch am Dienstag mit. "Auf dieser Grundlage werden wir sehr schnell klären müssen, was zu tun ist, um den Verpflichtungen als deutscher Fußball gegenüber der FIFA und den anderen weltweiten Fußballorganisationen auch weiterhin nachkommen zu können und dem international gültigen Spieler-Transferrecht auch in Deutschland zur Durchsetzung zu verhelfen", ergänzte der für Rechtsfragen im DFB zuständige Koch.

Der DFB hatte in dem Prozess die Interessen des NFV vertreten. Der frühere Regionalligist SV Wilhelmshaven weigert sich seit 2008, für den früheren Spieler Sergio Sagarzazu eine Ausbildungsentschädigung in Höhe von insgesamt 157 500 Euro an zwei argentinische Clubs zu zahlen. Wilhelmshaven fordert nun eine finanzielle Entschädigung und möchte in die Regionalliga Nord zurückversetzt werden.

Wann und wie das BGH-Urteil umzusetzen ist, konnten weder DFB noch der NFV in Bremen sagen. Koch schloss Satzungsänderungen nicht aus, weil der BGH den Amateurclub nicht als DFB-Mitglied anerkennt. "Ohne einheitliche, nachvollziehbare und verbindliche Regelungen ist ein rechtssicherer Spielbetrieb nicht möglich. Gegebenenfalls notwendige Satzungsänderungen müssten umgehend auf den Weg gebracht werden", sagte der DFB-Vizepräsident.

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