Deutscher Zukunftspreis: Feinfühliger Roboter in 3D

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Das Logo vom Deutschen Zukunftspreis auf einer Projektionswand. Foto: Daniel Karmann/Archiv  Foto: 

Projekte in der Medizin und in der Robotik sind in diesem Jahr für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Drei Forscherteams haben am Mittwoch in München ihre Arbeiten vorgestellt.

Entwickler der Universität Hannover und des Münchner Technologieunternehmens Franka Emika haben einen Roboter konstruiert, der zum direkten Partner für den Menschen werden soll. Er reagiert feinfühlig auf Kontakt und lernt durch Nachahmung. Die Maschine ist ohne Programmierkenntnisse zu bedienen und könnte weit über die industrielle Fertigung eingesetzt werden, etwa in der Pflege.

Ebenfalls um eine hochsensible Technik geht es bei dem Projekt der Ingenieure von Vincent Systems aus Karlsruhe. Sie haben eine Handprothese für Kinder und Jugendliche entwickelt, bei der einzelne Finger aktiv bewegt werden können. Die Forscher präsentierten zudem die weltweit kleinsten elektronischen Einzelfingerprothesen.

Eine weitere Neuerung für die Medizin kommt aus Erlangen. Siemens-Forscher haben eine sonst in der Filmbranche angewandte Technik angepasst, um Bilder aus der Computer- und Magnetresonanztomografie in 3D darzustellen. Die Bilder zeigen das Innere des Körpers mit seinen Fasern, Blutgefäßen, Muskeln und Nerven in faszinierender Plastizität. Am Universitätsklinikum in Linz und am Universitätsklinikum Erlangen kommt die Technik bereits als Hilfsmittel für die Vorbereitung von Operationen zum Einsatz.

Der mit 250 000 Euro dotierte Deutsche Zukunftspreis gehört zu den bedeutendsten Wissenschaftspreisen in Deutschland. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht ihn am 29. November in Berlin.

Deutscher Zukunftspreis

Franka Emika GmbH

Handprotesen von Vincent Systems

Siemens zu Cinematic Rendering

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